MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2016 . . . Download hier ➜

Wolfram-Preis steigt um 70 Prozent: Signal für gefälschtes Gold?

Ohne erkennbaren Grund wie neue Industrie-Anwendungen hat der Wolfram-Preis mit +70% seit 2010 Gold outperformt. Ist Wolfram somit neuerdings ein Anlagemetall oder könnte uns das gar etwas über die Konsistenz der Goldbarren in den großen Zentralbanktresoren der westlichen Welt sagen?

Gefälschtes Gold mit Wolframkern

Die Antwort könnte so einfach sein: “Tungsten is the poor central banker’s gold…” In der Vergangenheit sind immer wieder Goldbarren aufgetaucht, die einen Wolframkern enthielten.

Beobachter befürchten schon seit langem, dass Goldbarren heimlich mit Wolfram ausgehärtet werden, da Wolfram nur einen Bruchteil des Goldpreises kostet. Zudem besteht der Verdacht, dass einige Notenbanken ihre Goldknappheit heimlich per Wolfram ausgleichen.

Solche Fälschungen sind schwer zu überprüfen, weil Wolfram und Gold ein praktisch ähnliches spezifisches Gewicht haben. Dieses Gewicht wird nur von wenigen anderen Elementen erreicht.

Der Unterschied fällt gerade bei größeren Gewichtseinheiten, etwa dem 400 Unzen Barren, der im Interbankenhandel zum Einsatz kommt, recht schnell auf. Stahl etwa ist um 60% leichter und auch Blei hat nur 59% der Dichte, sodass gefälschte Barren, die mit diesen Metallen gefüllt sind, sehr leicht auffallen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots....

  • Die IND & COMM BANK OF CHINA ist die teuerste Bank der Welt
  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Cemex (Mexico), drittgrößter Zementhersteller der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • GAZPROM (Russland) die Nummer 3 der Welt
  • Und Petrobras (Brasilien), die Nummer 4 weltweit

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Mit den schweren Platingruppenmetallen ließe sich eine Fälschung schon viel besser verschleiern, aber der Aufwand lohnt nicht, denn die Metalle sind teurer als das Gold selbst.

Wolfram & Uran als falsches Gold im Umlauf?

Um Gold zu fälschen, ohne dass der Betrug sogleich offensichtlich wird, bleiben deshalb nur noch zwei Elemente, die einerseits preiswert und andererseits eine ähnlich hohe Dichte wie das Gold aufweisen: Uran und Wolfram.

Ein Kinderspiel ist das Geschäft des Fälschens deshalb noch lange nicht. Uran ist als radioaktives Material bekannt und Wolfram besitzt zwei Eigenschaften, die dem Fälschen nicht gerade zuträglich sind.

Das Metall ist anders als Gold sehr spröde und es hat zudem mit 3.422 Grad Celsius den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle. Nur der Schmelzpunkt einiger Legierungen ist höher.

Durch Dichtemessung nicht als Fälschung zu erkennen

Der hohe Schmelzpunkt stellt für die ChinaTungsten online Manu. & Sales Corp. jedoch kein Hindernis zu sein. Das in der Xiamen in der Provinz Fujian beheimatete Unternehmen wirbt mit dem Slogan: “Our Business Is Nothing But Your Success” (Unser Geschäft ist nichts als Ihr Erfolg).

Goldinvestoren werden bei diesem “Erfolg” schnell ein flaues Gefühl in der Magengegend bekommen, denn die von ChinaTungsten hergestellten vergoldeten Wolframmünzen sind nach den Angaben des Herstellers durch Dichtemessungen allein nicht als Fälschungen zu erkennen.

Nicht von ungefähr brüstet sich das Unternehmen damit, dass goldbeschichtetes Wolfram eines seiner Hauptprodukte sei und es gewohnt ist, auch andere innovative Anwendungsgebiete für Wolframprodukte auszuschöpfen.

Vorsicht vor Betrugsfällen mit Gold aus Wolfram

Welche das sein könnten und welche erlauchten Kunden das Unternehmen mit seinen vergoldeten Wolframmünzen bedienen will, darüber denkt man als Goldanleger lieber einmal zu viel als zu wenig nach.

Mit dem steigenden Goldpreis wächst natürlich auch das Bedürfnis gewisser Kreise, unbedarfte Anleger mit Falschgold über den Tisch zu ziehen.

Als Anleger sollten Sie also besser Vorsicht walten lassen: Bevor Sie sich über das vermeintliche Schnäppchen freuen, das Ihnen im Internet oder sonst wo unverhofft zuteil wird, fragen Sie sich lieber zweimal, warum man ausgerechnet Ihnen das Gold so günstig anbieten möchte.

Reine Nächstenliebe sollte kaum der Grund sein. Im Zweifel kaufen Sie dann besser bei einem etablierten Edelmetallhändler. Am besten einem, der sein Geschäft schon seit Jahren betreibt und auch noch für viele Jahre betreiben will.

18. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.