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Wolken am Himmel bei Beiersdorf

Wenn ein börsennotiertes Unternehmen verkündet, sich „zukünftig auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren“, dann wissen die Anleger, ein Konzernumbau steht bevor.

Mit harten Sparprogrammen, Einschnitten bei der Belegschaft und dem Abstoßen von meist verlustbringenden, Randaktivitäten.

Es liegt dann im Ermessen des Betrachters, sprich der Investoren und Anleger, ob sie dem Management den zügigen Umbau zutrauen oder nicht. Und ob die Neuausrichtung aus ihrer Sicht das Unternehmen zukünftig profitabler machen wird.

Im Falle der Beiersdorf AG waren die Investoren mehr als geneigt, dem Team um den Vorstands-vorsitzenden Stefan Heidenreich das notwendige Vertrauen entgegen zu bringen.

Denn das Kerngeschäft besteht nicht aus irgendwelchen abstrakten Produkten, die nur Brancheninsider und Fachingenieure kennen, nein, sie begleiten unseren Alltag.

Die Marken Nivea, Labello, Hansaplast, Eucerin, Florena, 8×4 oder gar tesa sind weitläufig bekannt und begleiten uns von Kindesbeinen an.

Und was wir Anleger kennen und verstehen, das kaufen wir auch.

Aktie steigt mit der Konzentration aufs Kerngeschäft

In diesem Falle aber weniger die Nivea-Creme, als die Nivea-Aktie, sprich die des DAX-Unternehmens Beiersdorf (WKN 520000, Ticker BEI).

Mit der Bekanntgabe des Konzernumbaus Ende 2011 ging die Aktie des Konsumgüterherstellers in den Steigflug über, vergessen die Wochen und Monate, in denen die Aktie zwischen Kursen von 40,00 € und 50,00 € vor sich hindümpelte.

Der vor 15 Monaten angetretene Konzernchef Heidenreich, der seine ersten Management-erfahrungen beim amerikanischen Konsumgüterriesen  Procter & Gamble sammelte, machte alles richtig.


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Randmarken wie Juvena, Marlies Möller und einige, auf den jeweiligen regionalen Märkten bekannte Marken  wurden verkauft.

Um sich voll und ganz auf die Positionierung der Kernmarken wie Nivea zu konzentrieren und somit  neue Märkte vor allem in Asien und Nordamerika zu erschließen.

Der Turnaround gelang, mit jeder neuen Erfolgsmeldung, mit den jeweils neusten Quartalszahlen stieg der Wert der Aktien.

Was nicht nur den Großaktionär, die Herz-Famile (Tchibo-Kaffee) erfreute, sondern auch die Leser des Point&Figure-Trader, die mit einem Kauf der Aktie Ende 2012 bis zum Verkauf  Mitte Mai 2013 eine Performance von +17,57% erzielen konnten.

Doch seitdem lässt es die Aktie etwas gemächlicher angehen, die Vormonate haben gezeigt, die Geschäfte entwickeln sich nach Plan.

Fehlende Phantasie lässt die weitere Kursentwicklung stagnieren

Und so überrascht es nicht, dass ohne neue Phantasie die Kurse in den letzten Wochen gesunken sind.

Daran änderten auch die Halbjahreszahlen nichts, die der Vorstandsvorsitzende Heidenreich in einer Telefonkonferenz vorstellte.

Der Halbjahresumsatz 2013 stieg um 6,6%, der operative Gewinn (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte sogar um 11,2%.

Auch der gegebene Ausblick sorgte für keine Überraschungen, die Planungs- und Umsatzziele für die Märkte in Asien (China), Südamerika und den USA  scheinen realistisch und erreichbar.

Also alles im Rahmen der Erwartungen, aber damit nicht gut genug für Anleger und Investoren.

Die nutzten die Gunst der Stunde und trennten sich von ihren Beständen. Der nachstehende Point&Figure-Chart zeigt die Beiersdorf-Aktie nach den jüngsten Abgaben mit einer neuen O-Säule.

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(anklicken zum Vergrößern)

Diese bestätigt das aktuelle Point&Figure-Verkaufssignal, das sich bereits Anfang Juni diesen Jahres gebildet hat (roter Kreis).

Betrachte ich mir das Chartbild und setze es in Bezug mit dem aus dem Verkaufssignal resultierenden Point&Figure-Kursziel bei 50,00 €, kommen mir Zweifel, ob die Kurse tatsächlich soweit fallen.

Denn vor die 50,00 € haben die Bewegungen der letzten Monaten eine Unterstützung bei 60,00 € (grüne waagerechte Linie) gesetzt.

Sollte der Kurs in den kommenden Tagen also noch weiter absinken und das jüngste Tief bei 65,00 € sowie die grüne Aufwärtstrendlinie unterschreiten, werde ich im Bereich der Unterstützungslinie auf eine Kaufgelegenheit lauern.

Denn mittlerweile kennen nicht nur wir Deutschen oder wir Europäer Nivea und Co., nein, auch in China und Brasilien ist die blaue Dose mit dem weißen Schriftzug auf dem besten Weg, ein Markenbegriff zu werden, die steigenden Umsätze dort sprechen für sich.

Und wenn erst einmal Millionen von Asiaten und Lateinamerikanern zu Produkten aus dem Hause Beiersdorf greifen, sollten neue Höchstkurse für die Aktie eine Selbstverständlichkeit sein.

 

12. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: René Neukirch. Über den Autor

René Neukirch, Jahrgang 1963, ist Händler. Parketthändler. Zumindest nannte man es damals, vor über 26 Jahre so. Mit nur 22 Jahren hatte er sich schon vom einfachen Bankkaufmann hochgearbeitet zum Parketthändler und ist seitdem der Leidenschaft Börse verfallen.