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Woran der DAX derzeit krankt

Seit Mitte März „hampelt“ der DAX 30 nun schon um die 10.000er-Marke herum. In der zweiten Aprilhälfte sah es eine Zeitlang so aus, als habe der deutsche Leitindex dieses vermaledeite Niveau hinter sich gelassen. Pustekuchen!

Der Wonnemonat Mai macht seinem Namen bislang auch keine Ehre: Gleich zum Start ging es wieder unter 10.000 Punkte. Seither pendelt er um diese Marke – heute notiert er wieder mal darüber.

Warum tut sich der DAX so schwer? Von seiner Bestmarke bei 12.390 Punkten im April des vergangenen Jahres ist er zurzeit fast -19% entfernt. Sein Pendant, der Dow Jones, notiert hingegen lediglich gerade einmal -3,5% unter seinem Allzeithoch.

Wo drückt den DAX der Schuh?

Ein wichtiges Argument für die Under-Performance des DAX hatten wir hier in Chartanalyse-Trends bereits diskutiert: Der gegenüber dem US-Dollar starke Euro ist schlecht für die europäische und eben auch die deutsche Exportindustrie.

Doch ich habe noch einen anderen Grund gefunden. Die Mehrzahl der 30 DAX-Werte hat sich in den vergangenen 12 Monaten einfach viel zu schlecht entwickelt.


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Schauen Sie mit mir gemeinsam dazu einmal auf die nachfolgende Grafik:

entwicklung dax-aktien in den vergangenen 12 monaten

Entwicklung DAX-Aktien in den vergangenen 12 Monaten

Nur 4 „echte“ Gewinner im DAX

Ich habe mich ehrlich gesagt selbst ein wenig erschrocken, als ich diese Auflistung erstellt habe: Lediglich 7 von 30 DAX-Aktien haben ihren Aktionären in den zurückliegenden 12 Monaten ein Plus beschert.

Allerdings sind 3 dieser Zuwächse (HeidelbergCement, Vonovia und SAP) verschwindend gering. Die Adidas-Aktie rangiert hier einsam an der Spitze und sorgt mit ihrem Kursplus von +50,3% für den vergleichsweise ordentlichen Durchschnitt von +11,0%.

23 Verlierer büßen im Schnitt -20,4% ein

Die restlichen 23 DAX-Aktien haben während der letzten 12 Monate Kursverluste eingefahren. 12 dieser 23 Werte verloren dabei mehr als der DAX selbst (-14,0%).

Die größten Einbußen ergaben sich bei den Autoherstellern, den Banken und den Energieversorgern. Im Durchschnitt errechnet sich ein Minus von -20,4% für die 23 Verlierer-Aktien. Das ist selbst für den deutschen Leitindex zu viel.

Nun werden nicht alle 30 im DAX geführten Aktien gleich gewichtet, wie Sie wissen. Die „Gewichtung in %“ zeigt den entsprechenden Wert für jeden Titel. Und damit sind wir beim Kern des Übels:

Die Schwergewichte hindern den DAX am Fortkommen

Nur 1 Fünftel (nach Gewichtung) der 30 DAX-Aktien zeigte in den vergangenen 12 Monaten einen Wertzuwachs. 80% der DAX 20-Titel hingegen steht für durchschnittliche Kursverluste von -20,4%. Unter den Gewinnern befindet sich mit SAP nur ein Schwergewicht.

Solange sich dies nicht gravierend ändert, wird sich der DAX tendenziell weiter schwer tun.

Hinweis: Die Deutsche Börse gibt aktuell keine Gewichtung für die jüngst erst neu in den DAX aufgenommene ProSiebenSAT.1 Media-Aktie an. Aus den Zahlen der rechten Spalte können Sie jedoch selbst errechnen, dass deren Gewichtung bei etwa 0,6% liegen dürfte.

12. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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