Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Yahoo-Hack wird Übernahme durch Verizon kaum zu Fall bringen

Der Internet-Pionier Yahoo sorgte in diesem Jahr gleich mehrfach für Schlagzeilen:

Für die beiden größten Überschriften sorgten die Übernahme des Kerngeschäfts durch Verizon und der größte bekannte Daten-Klau in der Internet-Geschichte.

Beide Nachrichten flossen nach der Deal-Ankündigung zusammen und sorgten für Spekulationen, dass der Deal nun doch noch wackeln könnte oder Yahoo einen Preisnachlass gewähren muss.

Niedergang eines Pioniers

Rückblick: Der Internet-Dino Yahoo blieb über mehrere Jahre hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Trends wurden nicht oder zu spät erkannt, wichtige Chancen im Kampf um Marktanteile liegen gelassen.

Mehrere Wechsel an der Unternehmens-Spitze brachten keine oder nur kleine Verbesserungen.

Aktivistische Finanz-Investoren, also Investoren die nicht nur einen Anteil am Unternehmen erwerben, sondern auch Einfluss auf die Geschäftsführung ausüben wollen, kauften sich daraufhin ein und machten Druck.

Verizon plant Wiederbelebung durch Zusammenlegung von AOL und Yahoo

Der Einstieg der Aktivisten führte dazu, dass Yahoo einen Verkaufs-Prozess einleitete.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Dank des Interesses mehrerer Großkonzerne und Private Equity-Unternehmen gelang es Yahoo, einen ordentlichen Preis rauszuschlagen.

Siegreicher Bieter war Verizon. Der Telekom-Konzern zahlte Ende Juli für das Kerngeschäft, Patente und einige Immobilien rund 4,8 Mrd. Dollar.

Ziel von Verizon ist es, Yahoos Kerngeschäft mit AOL zu kombinieren und dem Internet-Dino so neues Leben einzuhauchen.

Gerüchte, dass Verheimlichung von Daten-Klau Übernahme gefährdet

Im August dann der Schock: Vor 2 Jahren wurden bei Yahoo Daten von über 500 Kunden geklaut. Vergangene Woche die nächste Negativ-Meldung: Yahoo habe für US-Geheimdienste E-Mails gescannt.

Gerüchte machten die Runde, dass mit diesen Neuigkeiten, die den Bietern im Verkaufs-Prozess unbekannt waren, der Kauf doch noch platzen könnte.

Andere Gerüchte besagten, dass Verizon einen erheblichen Kaufpreis-Nachlass fordern würde. Statt 4,8 Mrd. Dollar könnte der neue Preis in Abhängigkeit der Schadenshöhe bei nur noch 3,8 Mrd. Dollar liegen.

Verizon-Chef bleibt gelassen

Heute trat der Verizon-Chef zumindest dem Gerücht entgegen, dass der Deal abgesagt wird.

Es werde aktuell geprüft wie gravierend der Hack gewesen ist, teilte Verizon-Chef Lowell McAdam mit und man plane nicht von der Übernahme Abstand zu nehmen.

McAdam zeigte sich nicht geschockt von dem Datenklau. Im Internet-Zeitalter ist es keine Frage,ob man gehacked werde, sondern wann.

Der Chef verwies noch einmal auf die hohe industrielle Logik des Deals und hofft, dass die Übernahme so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann.

Markt bleibt gelassen… und Sie sollten dies auch tun

An der Börse zeigten sich die Investoren in den vergangenen Wochen zuversichtlich, dass die Übernahme zum vereinbarten Preis über die Bühne geht.

Aktuell kostet die Aktie in einem schwachen Marktumfeld 42,95 Dollar und damit 2,2% weniger als gestern.

Seit Aufkommen der Gerüchte, dass Verizon aufgrund des Hacks einen Preisnachlass fordern könnte, hat sich die Aktie kaum bewegt. Das ist eigentlich auch verständlich.

Denn die sehr negativ klingenden Berichte, dass eine Yahoo-Übernahme wackelt, verlieren schnell an Schrecken, wenn betrachtet wird, dass es nur unter Umständen (!) um 1 Mrd. Dollar Deal-Volumen geht, bei einem Konzern der über 40 Mrd. Dollar auf die Waage bringt.

Wenn Sie Yahoo-Aktien besitzen, sollten Sie also nicht in Panik verfallen.

11. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Jens Gravenkötter. Über 344.000 Leser können nicht irren.
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben!

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt