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Yen: Warum die japanische Währung aufgewertet werden könnte.

Die Welt schaut auf Japan.

Die Naturkatastrophe und die atomare Bedrohung beherrschen die Nachrichten.

Schlechte Nachrichten

Der Leitindex der Börse in Japan, der Nikkei 225, fällt drastisch. Die Wirtschaftsaussichten des Landes verschlechtern sich deutlich. Die Staatsverschuldung dürfte weiter ansteigen.

So könnte man nun auch von einer schwächeren japanischen Währung ausgehen.

Doch der japanische Yen notiert heute Morgen gegenüber dem US-Dollar behauptet.

Yen vor einem kräftigen Anstieg?

Eine weitere Aufwertung des Yen wäre sogar nicht überraschend. Dies würde allerdings nicht auf fundamentalen Faktoren beruhen.

Allein aufgrund von technischen Gegebenheiten könnte sich sehr kurzfristig in den nächsten Wochen eine Yen-Rallye durchsetzen.

Im unten abgebildeten, langfristigen Chart sehen Sie den Verlauf des US-Dollar zum japanischen Yen (USD/JPY) nach dem Erdbeben vom 17. Januar 1995 in Kobe.


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USD/JPY-Tageschart: technische Reaktion nach Erdbeben in Kobe

Damals konnte der japanische Yen zulegen, da die japanischen Versicherer gezwungen waren, Auslandsguthaben im Werte von rund 100 Mrd. Euro zurückzuholen.

Sie können aber auch gut erkennen, dass diese Entwicklung nur kurzfristig anhielt.

Rückhol-Effekt von Auslandskapital nicht nachhaltig

Nachdem die japanischen Versicherer ihr Kapital zurückgeholt hatten, setzten sich die fundamentalen Daten durch. Der Yen verlor, der US-Dollar wertete bis Anfang 1997 auf.

Ein Short-Versuch, also eine Wette auf einen fallenden Yen, wäre daher aus aktueller Sicht nicht unbedingt sinnvoll.

Denn ein ähnlicher Effekt könnte sich auch in den nächsten Wochen an den Devisenmärkten durchsetzen.

Charttechnik zeigt eine Pattsituation

Auch die übergeordnete Chartsituation zeigt aktuell kein klares Signal. Weder liegt ein Kaufsignal noch ein Verkaufssignal vor.

Die unten abgebildeten Monatskerzen der Candlesticks zeigen eine Seitwärtsbewegung innerhalb eines langfristigen Abwärtstrends.

Diese Seitwärtsbewegung verdeutlicht die Unsicherheit der Devisenhändler über die weitere Richtung.

Ein Fall unter die runde 80er-Marke im USD/JPY würde allerdings deutliches Abwärtspotenzial aufzeigen. Kursziel wäre in diesem Fall die untere Begrenzung des Abwärtstrend-Kanals.

USD/JPY-Monatschart: in den letzten Monaten eine Patt-Situation

Erst ein Anstieg über die Widerstands-Linie bei 84,80 USD/JPY würde eine deutliche Aufwärtsbewegung und damit auch eine Aufwertung des US-Dollar ankündigen. Solange könnte sich der Yen behaupten.

Erläuterung zum Devisenhandel

Im obigen Währungspaar USD/JPY stellt der US-Dollar die Basiswährung dar, der japanische Yen die Gegenwährung.

Der Kurs des Währungspaares zeigt Ihnen an, wie viel der Gegenwährung sie benötigen, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen.

So müssen Sie aktuell im USD/JPY bei einem Kurs von 81,78 eben 81,78 Yen für einen US-Dollar bezahlen.

Fallen die Kurse in einem Währungspaar, so wertet die erstgenannte Währung ab, die zweitgenannte Währung hingegen wertet auf.

In den letzten Monaten hat der US-Dollar also abgewertet und der Yen aufgewertet.

Diese Entwicklung könnte sich nun, aufgrund des Rückhol-Effekts von ausländischem Kapital japanischer Versicherer, beschleunigen.

14. März 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Stefan Salomon
Von: Stefan Salomon.