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Zalando: Umsatz hui, Gewinn pfui

Der Online-Schuh- und -Modehändler Zalando, der seit dem vergangenen Jahr im MDax gelistet ist, meldete heute Vorabzahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Und wieder heißt es bei Zalando: Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn. An der Börse kam diese Nachricht nicht gut an. Die Zalando-Aktie rutschte zeitweise recht deutlich ins Minus.

Für mich ist es ein Deja-vu. Denn bereits im Oktober des vergangenen Jahres schrieb ich Ihnen an dieser Stelle anlässlich der Zalando-Zahlen für das 3. Quartal 2015 einen Beitrag mit der Überschrift: Zalando: „Wachstum ja, Gewinne nein“.

Die Vorabzahlen für das 1. Quartal 2016

Kommen wir jetzt zu den aktuellen Zahlen: In den ersten 3 Monaten des laufenden Geschäftsjahres steigerte Zalando den Umsatz nach ersten Berechnungen auf 788 bis 801 Mio. Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung um 22,5 bis 24,5%.


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Viele Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit noch größeren Umsatzsprüngen gerechnet. Dies ist einer der Gründe dafür, warum die Zalando-Aktie heute zu Börsenbeginn mit über 5% im Minus notierte.

Ein weiterer Grund dafür: Mal wieder war der operative Gewinn (EBIT) rückläufig. Der bereinigte operative Gewinn sank von 29 Mio. Euro auf voraussichtlich 12 bis 28 Mio. Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) könnte von 4,5 auf 1,5% zurückgegangen sein.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Unter anderem investiert Zalando derzeit stark in neue Technologie und den Bau von Logistikzentren. Aber auch die teils immer größer werdenden Rabatte, die den Kunden eingeräumt werden, belasten das Ergebnis.

Trotz des erneut rückläufigen operativen Ergebnisses und einem Umsatzwachstum, das schwächer ausfiel als von den meisten Analysten erwartet, zeigte sich Zalando-Vorstand Rubin Ritter zufrieden mit dem abgelaufenen Quartal. „Wir sind vielleicht nicht ganz so stark gewachsen, aber noch immer wahnsinnig schnell unterwegs“, sagte er der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Zwar bestätigt Zalando die Prognose für das laufende Jahr und will demnach ein Umsatzplus von 25% und eine EBIT-Marge von 3 bis 4,5% erreichen und beruhigt damit die Aktionäre wieder etwas. Doch aus meiner Sicht ist etwas anderes viel wichtiger als die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Nämlich die Frage, ob Zalando nachhaltig profitabel sein kann.

Die entscheidende Frage: Kann Zalando auch nachhaltig profitabel sein?

Bevor das Unternehmen den Beweis dafür nicht erbracht hat, kommt eine Investition in die Zalando-Aktie für mich nicht in Frage.

Denn: Die augenblicklich (trotz des heutigen Kurssturzes) noch immer hohe Bewertung der Aktie birgt große Risiken. Sollte Zalando die Gewinnmarge nachhaltig verbessern können, kann das Unternehmen in die hohe Bewertung „reinwachsen“. Sollte dies nicht gelingen, drohen weitere Kursverluste.

19. April 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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