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Zertifikate-Jahr 2011: DAX-Zertifikate mit Kapitalschutz sehr beliebt

Garantie-Zertifikate und Kapitalschutz-Zertifikate haben wir hier nicht empfohlen – auch 2011 nicht, obwohl die Börsen tobten.

Das hatte einen sehr guten Grund: Diese Absicherung kostet in vielen Fällen mehr, als sie Ihnen bringt. Viele Investoren jedoch kauften solche Zertifikate.

Insgesamt haben „strukturierte“ – und damit konstruierte – Zertifikate sowie Kapitalschutz-Zertifikate in Deutschland bis zum Ende des abgerechneten 3. Quartals einen Marktanteil von mehr als 72% gehabt.

DAX sehr beliebt

Beliebtestes Objekt nach der Statistik der Zertifikate in Deutschland war und ist der DAX. Auf den konnten Sie Index-Zertifikate kaufen, die genannten strukturierten Anleihen sowie Kapitalschutz-Produkte.

Der DAX war für mehr als 50% der Kunden-Orders der dominierende Index bzw. sogar das dominierende Anlageobjekt. Denn: Auch Einzelaktien können Sie per Zertifikat kaufen.

Die vorliegenden Statistiken zeigen zudem, dass die DZ Bank den Markt in Deutschland beherrscht hat. Der Marktanteil, gemessen am Anlagevolumen, lag zum Abrechnungstag Ende September bei 16,9%.


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Die Deutsche Bank schaffte es auf 16,64%, die drittplatzierte Commerzbank immerhin auf 16,60%.

Beachten: Zertifikate sind Anleihen

Bei den Emittenten fällt uns denn auf, dass Investoren v. a. auf die Bonität der Anbieter achten müssen. Denn: Zertifikate sind schlicht Anleihen, deren Wert am Ende der Laufzeit nicht nur vom zugrunde liegenden Basisobjekt abhängt.

Vielmehr sind Sie als Investor auch darauf angewiesen, dass die Emissions-Bank zahlungsfähig ist.

Achtung: Weit verbreitet ist die Annahme, die Zertifikate würden unter die Einlagensicherung der Banken fallen. Das ist falsch!

Die Einlagensicherung bezieht sich ausschließlich auf Bankkonten und den Anspruch von Bankkunden in Höhe von – gesetzlich – zumindest 100.000 €. Zertifikate hängen im luftleeren Raum.

Anleihe-Gläubiger sind etwa weiter hinten in der Reihe der Konkurs-Gläubiger als der Staat, sofern der Forderungen an eine Bank hätte.

Bonitäts-Noten sinken tendenziell

Wichtig dabei ist, dass die Bonitäts-Noten tendenziell sinken.

Das bedeutet, dass die Märkte jetzt bereits die faktische Rückzahlungs-Fähigkeit niedriger bewerten als noch vor 1 oder 2 Jahren. Diese Noten werden künftig noch einmal sinken.

  • Sobald der Schuldenschnitt in Griechenland Ende Januar beschlossen ist, kann es in den Bilanzen der Banken noch zu Abschreibungen kommen.
  • Dementsprechend wird dann die Bonität, die der Markt den Zertifikat-Emittenten zuschreibt, sinken.
  • Dies macht sich für Sie als Investor bemerkbar, wenn Sie ein Zertifikat während der Laufzeit am Markt verkaufen wollen. Der Kurs wird etwas schlechter sein, als er bei höherer Bonität wäre.

GeVestor meint

Wenn Sie Zertifikate kaufen, dann nehmen Sie v. a. Titel ins Depot, die keine allzu lange Laufzeit von mehr als 1,5 Jahren haben.

Denn: Mit der Laufzeit wird sich auch eine schlechtere Bonität stärker auf den Kurs auswirken.

Eine Alternative zu Garantie- und Kapitalschutz-Zertifikaten sind übrigens einfache Anleihen von Unternehmen. Auch die müssen – wenn alles korrekt läuft – zu 100% zurückgezahlt werden.

2. Januar 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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