Porträt:
Halliburton ist nach Schlumberger der weltweit zweitgrößte Anbieter von Ausrüstungen und Dienstleistungen für den Bau und den Unterhalt von Ölplattformen und Raffinerien.
Daneben liefert das Unternehmen Technologien und Geräte für die Ölsuche und -bohrung, wertet Explorationsdaten aus und modernisiert veraltete Förderanlagen.
Aktuelle Geschäftsentwicklung (Stand: Mai 2011):
Halliburton hat die Ölpest im Golf von Mexiko gut überstanden. Der Konzern hatte den Zement für die Auskleidung des Bohrlochs geliefert und ist laut Bericht der US-Expertenkommission mitverantwortlich für das Unglück.
Finanzielle Konsequenzen hat Halliburton jedoch bislang nicht zu befürchten. Der Konzern blieb von der Zivilklage der US-Regierung ausgenommen. Insofern brauchten auch keine Rückstellungen gebildet zu werden. Die Jahreszahlen lagen über den Erwartungen.
Dank ausgezeichneter Geschäfte in Nordamerika stieg der Umsatz um 23% und
der Gewinn um gut 60%. Im 4. Quartal fielen die Wachstumsraten noch höher aus. Und der Bohrboom ist noch lange nicht vorbei. Die Ölkonzerne planen weitere Milliardeninvestitionen in die Exploration.
Auch in der Tiefsee wird weiter nach Öl gebohrt. Die aktuelle Krise in Nordafrika hilft den an Offshore-Bohrungen beteiligten Konzernen zusätzlich: Je höher der Ölpreis, desto schneller lohnen sich teure Tiefseebohrungen.
Aktuell laufen Explorations- und Bohrprojekte vor den Küsten Brasiliens, Nigerias und Angolas. Zudem kann man davon ausgehen, dass die US-Regierung bald wieder Genehmigungen für Bohrungen im Golf von Mexiko erteilen wird.
Tiefseebohrungen sind riskant, aber technologisch beherrschbar. Und die westliche Welt ist gerade auf dieses Öl angewiesen. Daneben profitiert Halliburton von der Entwicklung der Ölfelder im Irak sowie in Nordamerika von den zunehmenden Bohraktivitäten im Bereich Schiefergas.
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Chairman & CEO: David J. Lesar (seit 2000)





