Porträt:
Der österreichische Öl- und Gaskonzern gliedert sich in die Bereiche Raffinerie & Marketing, Exploration & Produktion sowie Erdgas. Zur Gruppe gehören daneben integrierte Kunststoff- und Chemieunternehmen. Der Konzern betreibt 2.538
Tankstellen in 13 Ländern. Der Staat ist zu 31,5% an OMV beteiligt.
Aktuelle Geschäftsentwicklung (Stand: Mai 2011):
Dank kräftig gestiegener Ölpreise und deutlich verbesserter Raffineriemargen hat OMV im letzten Jahr den Umsatz um 30,2% und den Gewinn um 61% gesteigert. Dabei hat ein schwächeres Finanzergebnis sogar noch gebremst. Denn durch die Übernahme der türkischen Petrol Ofisi hatte sich der Nettoverschuldungsgrad von 33 auf 46% erhöht.
Das langfristig angepeilte Ziel von 30% ist damit in weite Ferne gerückt. OMV prüft jetzt Refinanzierungsmöglichkeiten. Dabei wird eine Kapitalerhöhung nicht ausgeschlossen.
Diese könnte auch vor dem Hintergrund der jüngsten Übernahme des tunesischen Explorations- und Produktionsgeschäfts des US-Konzerns Pioneer Natural Resources notwendig werden.
Die erworbenen Felder bieten zwar beträchtliches Potenzial und ergänzen die bestehenden Aktivitäten in Südtunesien, sind aber mit 840 Mio $ nicht billig.
OMV erwartet in diesem Jahr Ölpreise zwischen 80 und 100 $ pro Barrel. Eine Ergebnisprognose gab der Konzern aber nicht ab, da noch keine Klarheit über den Produktionsausfall in Libyen herrscht.
Libyen hat 2010 etwa 10% zur Gesamtproduktion von täglich 318.000 Barrel beigetragen. Zudem stammten zuletzt 21% des in Österreich weiterverarbeiteten Rohöls aus dem Wüstenstaat. Die Konsolidierung von Petrol Ofisi sollte die Ergebnisentwicklung aber stützen.
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Vorstandsvorsitzender: Gerhard Roiss (seit 2011)
AR-Vorsitzender: Peter Michaelis














