Porträt:
RWE zählt zu den fünf führenden Strom- und Gasversorgern in Europa. Die Aktivitäten umfassen Erzeugung, Handel, Transport und Vertrieb von Strom und Gas.
Der Konzern ist die Nr. 1 der Stromerzeuger in Deutschland und Nr. 3 in den Niederlanden und Großbritannien und versorgt mehr als 16 Mio Kunden mit Strom und rund 8 Mio Kunden mit Gas.
Aktuelle Geschäftsentwicklung (Stand: Mai 2011):
Nachdem der Konzern fürs Geschäftsjahr 2010 noch ein starkes Ergebnis präsentieren konnte, hat sich schnell Ernüchterung breit gemacht. Das Atommoratorium und die Atomkrise haben deutliche Auswirkungen auf RWEs Geschäft.
Das Moratorium kostet den Konzern 2011 einen dreistelligen Millionenbetrag beim Überschuss. Der Strom aus den beiden abgeschalteten Kernkraftwerken wurde auf Termin verkauft und muss jetzt teurer zurückgekauft werden.
Und die weiteren Aussichten sind düster. Im Februar hatte der Konzern angekündigt, dass das Betriebsergebnis 2013 um 1/3 unter dem Niveau von 2010 liegen werde. Unter dem Eindruck des Unglücks in Fukushima will der Konzern seine mittelfristigen Ziele aber überprüfen.
RWE steckt in einem Dilemma. RWE ist in Europa der größte CO2-Emittent. Rund 60% des Stroms werden noch aus Stein- und Braunkohlekraftwerken gewonnen. Ab 2013 müssen alle CO2-Emissionsrechte ersteigert werden, was den operativen Gewinn nach Schätzungen jährlich um 1,5 Mrd € belasten wird.
Sollten die beiden Meiler abgeschaltet bleiben, würde RWE nicht nur zwei zuverlässige Gewinnlieferanten verlieren. Auch die CO2-Bilanz würde sich weiter verschlechtern, da die beiden Kernkraftwerke rund die Hälfte zur CO2-freien Stromproduktion beitrugen.
Kontaktdaten:
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Tel.: 0201 12-00; Fax: 0201 12-15199
Vorstandsvorsitzender: Jürgen Großmann (seit 2007)
AR-Vorsitzender: Dr. Manfred Schneider (seit 2009)




















