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Bundesschatzbriefe: Das Wichtigste über die Geldanlage der BRD

Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere. Sie werden von der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben. Bundesschatzbriefe werden nicht an der Börse gehandelt. Der Bund bürgt für ihre sichere Auszahlung. Seit 2013 werden aus Kostengründen keine Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze mehr aufgelegt.Mehr zum Thema: Bundesschatzbriefe kaufen – ab 2013 nicht mehr möglich Das gab die Finanzagentur am 4. Juli 2012 bekannt.

Bundesschatzbriefe: Eine Anlage mit Tradition

Schon seit 1969 gibt es Bundesschatzbriefe. Seitdem können Privatanleger, gemeinnützige Vereine und mildtätige und kirchliche Einrichtungen Bundesschatzbriefe erwerben. Sie wurden zur Vermögensbildung breiter Bevölkerungsschichten geschaffen.Mehr zum Thema: Bundesschatzbriefe: Definition einer Anlageform Bei allen Banken, Sparkassen und direkt bei der Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland können Bundesschatzbriefe gekauft werden. Für Anleger fallen somit keine Gebühren an. Die Zinssätze der Bundesschatzbriefe stehen bereits beim Kauf fest. Sie staffeln sich und steigen über die Laufzeit an. Die Finanzagentur des Bundes garantiert die Zahlung der Zinsen und Nennwerte. Dadurch und weil Bundesschatzbriefe nicht an der Börse gehandelt werden, gelten sie allgemein als sehr sichere Wertpapieranlage. Allerdings können Anleger mit Bundesschatzbriefen vergleichsweise keine besonders hohe Rendite erzielen. In der Vergangenheit erfolgte die Emission von Bundesschatzbriefen durch die Finanzagentur nicht an festen Terminen. Die Ausgabe richtete sich immer nach dem aktuellen Geschehen. Grundsätzlich wurden immer dann neue Bundesschatzbriefe herausgegeben, wenn sich die Gegebenheiten des Marktes änderten und die Zinssätze der bisherigen Bundesschatzbriefe nicht mehr angemessen waren. Der Erwerb von Bundesschatzbriefen war nur noch bis zum 31.12.2012 möglich. Seitdem werden von der Deutschen Finanzagentur keine Bundesschatzbriefe mehr emittiert.

Bundesschatzbriefe: Zwei Varianten

Allgemein unterscheidet man zwei Varianten von Bundesschatzbriefen, die teilweise sehr große Unterschiede aufweisen. Die erste Variante nennt man Typ A. Bundesschatzbriefe vom Typ A haben eine grundsätzliche Laufzeit von 6 Jahren. Die Zinsen werden jährlich ausgeschüttet und der Nennwert erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Die Laufzeit bei Bundesschatzbriefen vom Typ B beträgt 7 Jahre. Die Zinsen werden zusammen mit dem Nennwert am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Bei Typ B werden die Zinsen bis zum Ende der Laufzeit erneut angelegt, dadurch erhalten Anleger für diese wiederum Zinseszinsen. Bundesschatzbriefe vom Typ B werden daher auch „Zinssammler“ genannt.

Bereits erworbene Bundesschatzbriefe

Alle bereits bestehenden Konten und gekaufte Bundesschatzbriefe werden bis zur Fälligkeit der Wertpapiere fortgeführt. Danach können Anleger seit 2013 keine neuen Bundesschatzbriefe mehr erwerben. Es ist bei Banken weiterhin möglich, Bundesanleihen zu kaufen.Mehr zum Thema: Bundesanleihen – die entspannendste Geldanlage Deutschlands? Die Gebühren, die dabei anfallen, mindern allerdings die Rendite.

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