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Wall Street: Brennt die Sicherung durch?

Die Wall Street gibt ein Streichkonzert. Und auf dem Parkett hört man Buh-Rufe.

Der Dow Jones Index verlor am Dienstag zum zweiten Mal in drei Handelstagen über 200 Punkte.

Dow Chemical, der größte Chemieproduzent Amerikas, denkt über die Streichung von 2.400 Stellen nach. Beim Mitstreiter DuPont werden 1.500 Jobs eliminiert. Die Aktie verlor daraufhin 9%.

3M, wo alles von Notizblocks bis Dachgranulaten hergestellt wird, streicht die Gewinnerwartungen für 2012 zusammen. Und Netflix gewinnt weniger Abonnenten für seine Online-Videoausleihungen als geplant.

Ganz klar: Zur Wochenmitte überwältigt eine Flut enttäuschender Umsatzzahlen und Prognosen in der laufenden Bilanzsaison.

Weil es sich meist um Schwergewichte auf dem Kurszettel handelt, die in allen großen Wirtschaftsregionen aktiv sind, reagieren die Anleger und Investoren verschnupft.

Schwaches Umfeld, schwache Gewinne, schwache Aussichten

„Die Realität ist: Wir machen für die nächste Zeit in einem Umfeld schwacher Konjunktur Geschäfte“, gibt Dow Chemical-CEO Andrew Liveris zu.

Und 3M-Vorstandschef Inge Thulin spricht von einer „Dümpel-Konjunktur.“

Kein Wunder, dass die Kurse purzeln.

Der Dow Jones Index verlor gestern 1,8% und liegt jetzt bei 13.102 Punkten. Das Minus von 243 Zählern kam ziemlich nahe an den größten Tagesverlust von 2012 heran.


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Der war am 1. Juni mit Minus 274 Punkten zu beklagen.

Der S&P 500 fällt 1,4% auf den tiefsten Stand seit September.

Besonders enttäuschend war nachbörslich Netflix. Die Aktie des führenden Online-Videoverleihers  wurde mit einem Minus von 15% abgestraft.

Die einzig gute Nachricht ist: Selbst nach den jüngsten Verlusten liegen die drei führenden Aktienindizes in New York im laufenden Jahr noch zwischen 7% und 15% im Plus.

Ansonsten: Jammertal. Die Ölpreise purzelten gestern über 2% auf ein 3-Monatstief.

Die Rohstoffe wischten den Rest ihrer Gewinne vom laufenden Jahr aus. Der Rohstoff-Index im S&P GSCI sank 1,4%.

Natürlich wird jetzt in den USA heftig diskutiert, warum die Aktienkurse so stark unter Druck geraten.

Wie immer gibt es unterschiedliche Meinungen. Ganz überwiegend jedoch heißt es, die schlechten Umsatzzahlen und -prognosen seien nicht alleine an der Misere schuld.

Ben Bernanke – Wirft er 2014 hin?

„Die Anleger nehmen die schwachen Bilanzen als Vorwand, aber hier geht es um größere Themen, die Präsidentenwahl sowie die drastischen Einsparungen und Steuererhöhungen Anfang 2013“, sagt Tim Courtney, der Chefstratege beim Vermögensberater Exencial Wealth Advisors in Oklahoma City.

Hinter vorgehaltener Hand wird seit gestern noch ein weiterer wichtiger Grund genannt, der die Anleger und Investoren in New York verunsichert.

Ben Bernanke will angeblich keine dritte Amtszeit. Die hätte ab 2014 begonnen. Doch der Chef der US-Notenbank weiß: Entweder hat er es bis dahin mit einem Präsidenten Mitt Romney zu tun, der die neue Geldschwemme – QE3 – scharf kritisiert und der zu Protokoll gegeben hat, dass er Bernanke nicht unterstützt.

Oder der Geld-Maestro Bernanke hat es weiterhin mit Barack Obama zu tun, müsste sich aber bei einer dritten Nominierung (der zweiten durch Obama) in einem Repräsentantenhaus mit Republikanischer Mehrheit zur Wahl stellen.

Egal. Tatsache ist: Die Tage von Bernanke sind gezählt. Und das brisante ist: Bernankes Ablaufdatum – der Januar 2014 – fällt jetzt definitiv schon vor jenen Termin, bis zu dem er die rekordniedrigen Zinsen versprochen hat.

Rekordniedrige Zinsen bis Ende 2014 – Plötzlich fraglich

Das bedeutet: Das Leitzins-Versprechen von Bernanke erstreckt sich in die Amtszeit seines Nachfolgers, wie auch immer der heißen wird.

Und das verspricht Unsicherheit für die Börsianer, die die jüngste Kursrally am Aktienmarkt – und am Bondmarkt – auf die zementierten Minizinsen bis Ende 2014 aufgebaut haben.

Keiner weiß, wer Nachfolger wird und was er tun wird.

Das Verfallsdatum von Bernanke schwebt nun ebenso über dem Aktienmarkt an der Wall Street wie die Präsidentenwahl, die schwache Konjunktur, die Nachrichten aus Europa und die weiter fröhlich eskalierenden US-Schulden.

Das ist der Stoff, aus dem noch mehr Kursverluste gemacht sind.

24. Oktober 2012

Markus Gärtner
Von: Markus Gärtner. Über den Autor

Markus Gärtner kennt sich aus in Europa, Amerika und Asien. Lange Zeit war der Journalist als Korrespondent unterwegs und hat dabei viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Diese teilt er nun mit seinen Lesern börsentäglich.