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Wall Street: Präsidenten-Starre

Wer behält Recht? Der Devisenmarkt, oder der Aktienmarkt?

Glaubt man dem steigenden US Dollar-Index, wird Mitt Romney die heutige Präsidentenwahl in den USA gewinnen. Der Greenback zeigt eindeutig einen Romney-Rebound (GRAFIK).

Doch am Aktienmarkt vertraut man auf eine zweite Amtszeit für Barack Obama. Der Dow Jones Index legte gestern zwar lediglich 19 Punkte zu.

Doch der kleine Anstieg enthält eine vielleicht große Botschaft: Trotz Unsicherheit, wir vertrauen auf den Amtsinhaber. Unter Obama würde die ultra-lockere Geldpolitik der Fed ungehindert weitergehen. GUT FÜR DIE WALL STREET.

Doch halt, so weit ist es noch nicht. Das Ergebnis könnte laut den jüngsten Umfragen so knapp ausfallen, dass wir auch am Mittwoch früh noch nicht wissen, wer der Sieger der Wahl ist.

Doch die Wall Street hasst Unsicherheit, und wie !

Aktien vorsichtig – Wall Street fürchtet knappes Ergebnis

Das ist auch der Grund, warum die Kurse der US-Staatsanleihen (Treasuries) gestern zum zweiten Mal hintereinander kletterten. Die Rendite der 10jährigen Papiere sank um vier Zähler.

Laut dem Institute for Supply Management fiel der Leit-Index für die Service-Industrie im Oktober zwar von 55,1 auf 54,2 Punkte.

Doch das ist immer noch in der grünen Zone oberhalb der Marke von 50. Ab da wird eine Expansion der Aktivität angezeigt.


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Für leichtes Flimmern sorgt am Rande der Börsen-Monitore in New York, dass es weiterhin eine Wackelpartie um Griechenland gibt.

Premier Antonis Samaras versucht in dieser Woche, genügend politischen Rückhalt für die nächste Sparrunde in Athen zu gewinnen. Das beantworten die Gewerkschaften mit Streiks.

Euro-Flimmern – Neue Krisenrunde in Europa?

In New York sorgt das für Unsicherheit, weil Griechenlands Austritt aus der Eurozone näher rückt.

Dass die Börsianer in New York geduldig auf den Ausgang der Präsidentenwahl warten, zeigen die Umsätze  am Aktienmarkt.

Das Handelsvolumen für die Aktien im S&P 500 fiel gestern 19% niedriger aus als im Schnitt der vergangenen 30 Tage.

Ein weiteres Signal senden die Aktien: Die Kurs-Ausschläge haben den geringsten Stand in sechs Jahren erreicht. Der DOW hat im laufenden Jahr an jedem Tag im Schnitt 0,54% zugelegt oder verloren.

Gemessen an den bekannten Daten bis zurück zum Jahr 1900 sind das die kleinsten Ausschläge seit 2004. Und eines wissen die Statistiker an der Wall Street: Sind die Kursbewegungen gering, hilft das sehr oft dem Amtsinhaber im Weißen Haus.

Tatsächlich belegen die neuesten Umfragen, dass Obama seit der Sturm-Katastrophe im Nordosten der USA vor einer Woche wieder etwas zulegen kann und den Vorsprung gegenüber Romney ganz minimal vergrößert.

Während Romney laut den Analysten als Wahlsieger mit einer kleinen Rally begrüßt würde, steht für Obama im Falle eines Sieges ein Rückschlag am Aktienmarkt in den Sternen.

Nach dem Motto: Die mögliche Erneuerung ist abgesagt, es geht so weiter wie in den vier vergangenen Jahren.

Budget-Bibbern – Spar-Kompromiss in weiter Ferne?

Das würde aber auch bedeuten: Ein starker, von Republikanern beherrschter Kongress steht dem Demokraten Obama gegenüber und tut sich schwer, den dringend benötigten Kompromiss für ein Sparpaket auszuhandeln.

Kommt dieser Kompromiss nicht, greifen Anfang 2013 automatische Budgetkürzungen und Steuererhöhungen von insgesamt 500 Milliarden Dollar.

Das wäre eine Schlaftablette für die US-Konjunktur.

Für die Wall Street würde das allerdings Herzrhytmus-Störungen bedeuten.

Dass die Fed dann erneut als Schrittmacher eingreift, bezweifeln viele.

„Wenn Obama gewinnt, ist das negativ für die Aktien“, erklärt Kit Juckes, der Devisenchef bei der Societe Generale in London, „aber positiv für die Anleihen, weil höhere Steuern und mehr Ausgaben für das Gesundheitssystem drohen würden.“

Sein Szenario für Romney sieht dagegen so aus: „Der senkt Steuern und streicht Ausgaben, das hilft der Wall Street.“

6. November 2012

Markus Gärtner
Von: Markus Gärtner. Über den Autor

Markus Gärtner kennt sich aus in Europa, Amerika und Asien. Lange Zeit war der Journalist als Korrespondent unterwegs und hat dabei viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt. Diese teilt er nun mit seinen Lesern börsentäglich.