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Bärenmarkt: Traden Sie nicht gegen den Trend!

Inhaltsverzeichnis

Das ist einer der wichtigsten Grundsätze. Versuchen Sie nicht schlauer als der Markt zu sein, sondern nutzen Sie die den Rückenwind. Ich habe das zu Beginn meiner Tradingkarriere auch gerne gemacht: Versucht, die richtigen Punkte zu finden, wann ein Trend dreht und genau da einzusteigen. Das ist nicht nur richtig schwer, in den meisten Fällen lassen Sie dabei einfach viel Geld liegen.

Denn ein Trend hält gerne länger an, als Sie meinen. „Jetzt ist aber genug, weiter kann der doch gar nicht laufen!“ So ein Gedanke ist teuer für Ihr Depot. Nutzen Sie stattdessen die generelle Richtung des Marktes und traden Sie nur in dieselbe. Das gilt auch für die aktuelle Situation an den Börsen.

Welcher Indikator lohnt sich zur Trendbestimmung?

EMA 200 ist hier eine häufige Antwort. Oder Sie nehmen den SMA 200. Die nehmen sich in der Regel nicht viel. Ob Sie jetzt die gewichtete 200-Tagelinie nehmen oder die einfache – am Ende zeigt Ihnen die Linie, ob die Kurse oberhalb oder unterhalb davon verlaufen.

Alleine diese kleine Hilfestellung kann schon alles entscheidend sein. Sie setzen nämlich oberhalb der Durchschnittslinie auf steigende Kurse und unterhalb der Linie auf fallende Kurse. Ausschließlich. Keine Ausnahmen.

In der Praxis sieht das dann so aus: In einem Aufwärtstrend warten Sie einen Rücklauf an die EMA 200 oder eine andere Linie ab, um dann wieder auf eine Fortsetzung des Trends zu wetten. Umgekehrt funktioniert das genauso. Wir befinden uns in einem Bärenmarkt und Zwischenerholungen werden als Einstiege für Shorts genutzt.

S&P 500 im Tageschart

Hier sehen Sie den S&P 500 und in Blau die EMA 200. Anfang des Jahres waren wir noch darüber. Dann kam ein erster Bruch und noch einmal ein kurzes Aufbäumen der Kurse. Die Kerzen zeichneten allerdings ein tieferes Hoch. Sie kamen nicht mehr über die alten Höchststände. Was folgte, war ein erneuter Durchbruch durch die blaue Linie.

(Quelle: Tradingview.com)

Nach einigen Monaten über und unter der Linie, haben die Kurse sich jetzt für die Unterseite entschieden. Ein tieferes Tief ist ein klares Signal dafür.

Wie können Sie das für Ihr Trading nutzen?

Sobald die Kurse sich unter der Durchschnittslinie eingependelt haben, warten wir auf Erholungen. Gibt es einen Rücklauf an die EMA-200? Dann wäre das ein möglicher Einstieg für einen Short-Trade. Denn die Kurse verlaufen unter der Linie. Also dürfen wir nur short gehen. Wir traden mit dem Trend und nicht dagegen!

Knackpunkt hierbei ist natürlich immer der Stopp. Da müssen Sie dann selbständig und abhängig von den letzten Hochs – für den Fall, dass Sie einen Short eröffnen – die Stopps finden. In unserem Fall sollte der S&P 500 wieder an die blaue Linie heranlaufen, könnten wir den Stopp aktuell über 4.500 oder 4.640 Punkte anlegen. Je nachdem, wie groß Ihr Hebel sein soll.

Logischerweise müssen Sie nicht immer bis auf einen Rücklauf an die EMA 200 warten. Die gibt uns ja nur die Trendrichtung vor. Es gibt zahlreiche Strategien, die andere Marken als Einstieg nutzen. Das kann auch einfach eine andere EMA sein, die im Chart in der Vergangenheit häufig als Widerstand gedient hat. Damit können Sie selber experimentieren. Im letzten Aufwärtstrend drehte der S&P 500 beispielsweise gerne an der EMA 55 im Tageschart. Dort konnten Sie dann jeweils long gehen.