Bargeld: Wer zuletzt lacht, lacht am besten! (3)

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In Griechenland ist die Großbanken-Fusion gescheitert. In Frankreich mussten alle Minister ihre Finanzen offen legen. Österreich diskutiert über die Abschaffung oder Einschränkung des Bankgeheimnisses.

Portugals Regierung steht vor dem Aus. In Italien gibt es nach wie vor keine Regierung. Großbritannien befindet sich immer noch in einer Rezession. Zypern hat fertig.

Wo Sie nur hinschauen: Probleme, Probleme, Probleme. Die EU ist nur noch ein Scherbenhaufen. Geld, immer mehr Geld wird gebraucht. Und wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die Menschen.

Ohne Bargeld – das Chaos

Beschränkungen für Bargeldzahlungen haben schon in vielen Ländern Einzug gehalten. In Dänemark liegt die Obergrenze bei umgerechnet 6.700 €. In Belgien sind es 5.000 €, in Spanien sind es maximal 2.500 €.

In Italien sind seit Ende 2011 Bargeldzahlungen über 1.000 € verboten. In Griechenland dürfen seit 2011 Privatleute nur bis 1.500 € und Kaufleute bis 3.000 € Geschäfte gegen Bargeldtätigen.

In Frankreich soll ab 2014 ein Bargeldverbot für Beträge über 1.000 € in Kraft treten. In vielen weiteren Ländern sind Bargeldgeschäft-Obergrenzen ebenfalls in Planung, auch in Deutschland.

Eine totale Abschaffung des Bargeldes würde aber in der Wirtschaft zu großen Problemen führen:

  • In dem krisengeschüttelten Griechenland wird es vorexerziert: Aus purem Geldmangel werden die Griechen erfinderisch. Sie betreiben Tauschwirtschaft: Ich repariere dein Auto, dafür bekomme ich von dir 10 Kartons Fliesen für das Bad meines Schwagers, der mir dafür eine Küche schreinert …
  • Viele griechische Gemeinden geben so genannte TEM-Scheine aus. Das sind eine Art Wechsel, die eine bestimmte Zahl an Arbeitsstunden wert sind und frei eingetauscht werden können.
  • Die Schattenwirtschaft würde auf diese Weise immer stärker mit Arbeitszeit und Sachwerten arbeiten, statt mit Geld. Dieses würde wegen der staatlichen Kontrolle, den immensen Steuern und der Verlustgefahr durch Bankenpleiten zunehmend als bedrohliches Risiko empfunden und nur noch für das „offizielle Leben“ benutzt. Das virtuelle Geld könnte seine Aufgabe als vertrauenswürdiger Vermögensspeicher und Tauschmittel nur noch unzureichend erfüllen – und wäre damit kein „Geld“ mehr.
  • Schwarzmarktwährungen entstehen: In den USA ist beispielsweise der Flüssigreiniger „Tide“ zu einer Art Währung avanciert. Die knallorangen Flaschen sind leicht erkennbar. Der Inhalt hat einen ganz spezifischen Geruch und verdirbt nicht. Die Packungen haben keine Seriennummern. Eine Flasche „Tide“ ist etwa 10 US-$ wert und wird in den Armutsvierteln und auf der Drogenszene als Währung akzeptiert – und massenhaft in den Supermärkten gestohlen.
  • Gold und Silber würden sofort wieder zum „Premium-Bargeld“ werden. Gerade höhere Summen lassen sich so hervorragend transportieren und verbergen. Edelmetalle sind überdies ideale „Wertspeicher“. Gold und Silber hat überall auf der Welt einen definierten Wert, und bleibt vor den Augen und dem Zugriff der Bank und des Staates verborgen.
  • Ausländische Währungen würden ebenfalls als Parallelwährungen eingesetzt. Ein Geld-Chaos aus allen möglichen Währungen, Edelmetallen und Gutschein-Systemen, virtuellen Internet-Punkten würde blühen. Aber leider auch Diebstahl und Betrug mit sich bringen.
  • Klein- und Kleinstbetriebe kämen in arge Bedrängnis und würden verschwinden.
  • Die Schattenwirtschaft würde blühen, denn nur so kann man der Steuerkralle entfliehen.

Lesen Sie im 4. Teil warum Bargeldlosigkeit zur Inflation führen wird und was Sie dagegen tun können.