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Besitzt die Omikron-Variante Crashpotenzial?

Besitzt die Omikron-Variante Crashpotenzial?
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Inhaltsverzeichnis

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat den Weltbörsen einen gehörigen Schrecken eingejagt. So manch einen Anleger mag die Situation an den Jahresbeginn 2020 erinnern. Nach dem Ausbruch in China schien das Coronavirus damals weit weg zu sein. Doch im Februar und März mehrten sich die Hiobsbotschaften, die letztendlich in – vorher nur schwer vorstellbaren – weltweiten Lockdown-Maßnahmen mündeten – verbunden mit einem Börsencrash.

Der Omikron-Worst Case

Die Frage ist, was mit den Börsen passiert, falls es zum schlechtesten Szenario kommen sollte. Dies wäre der Fall, wenn sich die Omikron-Variante weltweit durchsetzt, noch infektiöser als die Delta-Variante ist und vor allem für noch erheblich mehr Impfdurchbrüche sorgt.

Kann es dann zu einem ähnlichen Crash wie im Frühjahr 2020 an den Börsen kommen?

Aus meiner Sicht ist dies – allein durch Omikron – unwahrscheinlich. Denn es gibt heute zwei grundlegende Unterschiede zur damaligen Situation, die das Abwärtspotenzial an den Weltbörsen begrenzen:

Unsicherheit über Pandemie heute geringer als 2020

Erstens ist die wirtschaftliche Unsicherheit bei weitem nicht so hoch wie im Vorjahr. Bekanntlich ist Unsicherheit Gift für die Börsen. Und im Frühjahr 2020 war die Unsicherheit kurzfristig so hoch wie seit dem Finanzcrash 2008 nicht mehr. Wir befanden uns in einer historisch einmaligen Situation, zu der es keine Erfahrungswerte aus der Vergangenheit gab.

Heute verfügen wir über wichtige Erfahrungswerte. Wir wissen, dass die Weltwirtschaft selbst bei massiven weltweiten Lockdowns anschließend schnell wieder in Schwung kommt. Auch die Befürchtungen vor einer massiven Welle von Unternehmensinsolvenzen haben sich nicht bewahrheitet. Zudem ist heute klarer, welche Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft funktionieren.

Medizinische Situation erheblich besser als 2020

Zweitens ist die medizinische Situation heute erheblich besser als damals. Vor anderthalb Jahren konnte niemand vorhersagen, wie lange es dauert, einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln. Es hätten Jahrzehnte sein können. Heute hingegen verfügen wir über mehrere wirksame Impfstoffe und in den nächsten Wochen erhalten zudem aller Voraussicht nach erste COVID-19-Tabletten die Zulassung.

Natürlich besteht die Möglichkeit, dass der Impfschutz gegen die neue Virusvariante schwächer ist. Aber die neuen mRNA-Impfstoffe besitzen den großen Vorteil, dass sie innerhalb weniger Monate an die speziellen Eigenschaften neuer Varianten angepasst werden können.

Mit dem Inflationsdruck gibt es noch einen weiteren möglichen Belastungsfaktor

Allerdings steht die Omikron-Variante als Belastungsfaktor dieses Mal nicht alleine da. Auch die anhaltende Inflation – verbunden mit Zinserhöhungen – könnte den Anlegern die Laune verderben.

Aber das bedeutet noch lange nicht, dass eine schwächere Börsenentwicklung eine ausgemachte Sache ist. Schließlich gibt es immer potenzielle Belastungsfaktoren, nur interessieren sich die Anleger einfach oftmals nicht dafür und kaufen munter weiter. Es bleibt also spannend!