Blutbad an den Börsen! Tech-Aktien haben inzwischen schon 50 Prozent verloren!

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Während die NASDAQ heute auch insgesamt wieder 1 Prozent abgibt und Tesla alleine 10 Prozent, hält sich der DAX überraschend stabil. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Panik oder gute Kaufpreise? Das ist aktuell die Frage. Die Anleger werden zunehmen unruhiger. Verständlich. Bei mir haben sich auch einige Zertifikate in Wohlgefallen aufgelöst, nachdem es die letzten Tage noch einmal richtig krass nach unten ging.

Dagegen halten sich die Indizes aber durchaus stabil. Einzelne Aktien bekommen jedoch richtig auf die Mütze. Tesla hat bereits 40 Prozent vom Hoch korrigiert. Fastly etwa 50 Prozent! Letztere Aktien habe ich vorhin nachgekauft bei 61 US-Dollar. Tesla sehe ich erst im Bereich zwischen 450 und 520 US-Dollar kaufenswert. Frühstens.

DAX stabil

Während die NASDAQ heute auch insgesamt wieder 1 Prozent abgibt und Tesla alleine 10 Prozent, hält sich der DAX überraschend stabil. Wir stehen zwar wieder knapp unter der 14.000, aber das hätte auch roter sein können. Die Deutsche Bank konnte im aktuellen Umfeld heute sogar 3 Prozent zulegen. MTU verliert dagegen über 5 Prozent. Passend dazu gibt auch Airbus über 4 Prozent ab – die sind im MDAX gelistet. Und die dortige Lufthansa hat ähnliche Verluste zu vermelden.

Auch die Corona-Gewinner wie HelloFresh geben heute noch einmal 4 Prozent ab. Der Markt kommt einfach nicht zur Ruhe. Sogar meine geschätzte Peloton-Aktie gibt es heute für fast 7 Prozent Rabatt.

Ist Optimismus noch berechtigt?

Sehen wir es positiv: Hier wird nur ordentlich Anlauf genommen, um bald wieder neue Hochs zu machen. Vielleicht. Denn die Zinsen am Kapitalmarkt und die drohende Inflationssteigerung schweben wie ein Damoklesschwert über dem Aktienmarkt.

Der Corona-Crash war wenigstens kurz und extrem heftig. Jetzt erleben wir eine zermürbende Phase, in der jeder Sektor abwechselnd seine Gewinne in Rauch auflösen sieht. Das macht außer den Perma-Bullen wenig Spaß.

Apple, Alphabet und Facebook halten sich noch recht stabil. Während viele großen Aktien scheinbar der Boden unter den Füßen weggezogen wird, sind diese drei noch Fels in der Brandung.  Natürlich bröckelt es auch hier, jedoch vergleichsweise harmlos. Was nicht ist, kann ja noch werden. Sollten auch diese drei Giganten jetzt den Stecker ziehen, können die großen Indizes noch deutlich weiter abrauschen.

Ab wann nachkaufen?

Ich konnte mich nicht zurückhalten. Heute habe ich, wie geschrieben, bei Fastly nachgekauft. Eine Limit-Order bei Teladoc wurde zu 182 US-Dollar ebenfalls ausgelöst. Hier ging es danach noch weiter runter. Dazu habe ich auch bei Home24 investiert. Und die eigentliche Geschichte war für mich heute Gold. Das hat jetzt charttechnisch richtig gute Chance auf eine Rallye.

Doch das schauen wir uns dann nächste Woche genauer an. Ich bin heute mit einem Optionsschein mit Laufzeit Ende 2022 und Basispreis 2.500 US-Dollar eingestiegen. Das scheint mir ein guter Zeitpunkt. Gold ist am 62er Retracement der letzten großen Aufwärtsbewegung und könnte jetzt wieder nach oben drehen.

Dazu müsste sich aber auch der restliche Markt beruhigen. Denn das kennen wir aus jedem Crash: Wenn alles abschmiert, müssen die großen Fonds auch Gold verkaufen, damit Sie keine Übergewichtung beim Edelmetall in ihrem Depot haben. Gold fällt deshalb üblicherweise auch erst, bevor es dann vor den Aktien wieder nach oben dreht.

Fazit

Der Markt verteilt weiterhin links und rechts Ohrfeigen. Einige Werte bluten inzwischen schon deutlich. Mein Depot ebenso. Doch wichtiger ist, dass wir auf dem Weg nach oben wieder rechtzeitig dabei sind. Noch sehe ich allerdings keine Anzeichen für eine übergeordnete Trendwende. Einige Analysten sehen den Dow Jones auch noch einmal locker 1.000 Punkte tiefer.

Der große Verfall im März wird auf jeden Fall spannend. Vor einem Jahr gab es den wahnsinnigen Crash beim Rohöl. Mal sehen was der März dieses Jahr für uns bereithält. Schnallen Sie sich an!

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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