Die Auto-Aktie mit E-Antrieb

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Zulieferer haben es oft noch schwerer als Autokonzerne. Wieso wir Magna trotzdem für chancenreich halten. (Foto: Grzegorz Czapski / shutterstock.com)

Würden Sie noch in die Automobilindustrie investieren? Diese Frage ruft unterschiedliche Antworten hervor. Während langfristig orientierte Anleger vor allem an den Strukturwandel denken, in dem sich die Autobranche befindet, sehen kurzfristige Trader eher die zuletzt rapiden Zuwächse bei gebeutelten Titeln. Doch egal wie Sie konkret investieren: Das Wissen um die fundamentalen Grundlagen, gibt sowohl Langfrist-Investoren als auch Zockern Sicherheit. Darum geht’s gleich los mit unserer Analyse von Magna International. Doch zuvor ein paar Eckdaten zum Unternehmen.

Magna International Inc. ist weltweit der zweitgrößte Autozulieferer. 325 Herstellungsanlagen und 96 Entwicklungszentren in 28 Ländern Amerikas, Asiens und Europas zeugen von der Kompetenz des 1954 von Frank Stronach gegründeten Unternehmens, das alle Teile vom Grundgerüst bis zum Außenspiegel sowie komplette Modelle entwickelt und produziert. Zunehmend ist Magna in lukrativen Nischen tätig.

In der Krise gut gerüstet

Die Produktion und der Verkauf von Light Vehicles in Nordamerika und Europa nahmen im 3. Quartal zu, nachdem im 1. Halbjahr erhebliche Rückgänge durch Covid-19 verzeichnet wurden. So ging der Umsatz um 2% auf 9,1 Mrd $ zurück, verglichen mit einem Rückgang von 4% bei der Produktion von Light Vehicles. Der Gewinn je Aktie betrug 1,35 $. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg trotz des geringeren Umsatzes um 38%. Dies ist hauptsächlich auf Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen, auch aufgrund von Maßnahmen zur Umstrukturierung, zurückzuführen. Magna bekommt einen neuen CEO.

Im Januar übernimmt Seetarama Kotagiri den Posten des Vorstandsvorsitzenden. Kotagiri sieht Magna trotz der Corona-Krise gut gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft. Stärken sind die Kenntnisse in Schlüsselbereichen der Autoindustrie sowie finanzielle Stabilität. So hat sich Magna durch Partnerschaften in den Bereichen Autonomie, Elektrifizierung, Elektronik und Konnektivität in den vergangenen Jahren verstärkt. Im Industrie-Umfeld nimmt Magna eine Sonderstellung ein. Denn es ist das einzige Unternehmen im Bereich Mobilitätstechnologie mit umfassendem Know-how über das gesamte Fahrzeug.

Warum wir positiv gestimmt sind

Magna kann Autokonzernen alle Elektrifizierungs-Optionen vom Mild- Hybrid über den Plug-in-Hybrid bis zum E-Auto anbieten. Und auch bei der Brennstoffzellen- Technologie hat Magna die Weichen gestellt. Mit Fisker wurden Vereinbarungen für eine gemeinsame Produktion des Fisker Ocean in Europa getroffen. Die Aktie ist solide und eine der besten in der Zuliefererbranche. Magna hat eine sehr gute Marktstellung und ist in Bereichen stark, die nichts mit klassischen Verbrennungs-Motoren zu tun haben. Die Dividende von 2,5% ist zudem solide – Magna könnte auch für Sie einen Blick wert sein!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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