Porsche: Neu im MDax und erfolgreich unterwegs

Porsche 918 IAA – REI

Die Beteiligungs-Holding Porsche SE befindet sich seit Montag dieser Woche im MDax und hat sich 2021 überaus erfreulich entwickelt.

Seit Montag dieser Woche befindet sich die Aktie der Porsche SE im Nebenwerte-Index MDax. Den Lesern meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“ hatte ich den Kauf der Porsche-Aktie im Dezember des vergangenen Jahres im Rahmen meiner alljährlichen Nebenwerte-Sonderstudie wärmstens empfohlen.

Bis dato hat sich das ausgezahlt. Denn die Porsche-Aktie hat seither um satte 55% zugelegt. Ursächlich dafür waren verschiedene Faktoren, auf die ich gleich noch im Detail eingehen werde. Zunächst aber ein paar Worte zur Porsche SE.

Ein kurzes Portrait zur Porsche SE

Wenn Sie Aktien der Porsche SE kaufen, erwerben Sie damit nur indirekt Anteile am operativen Geschäft des Zuffenhausener Sportwagenherstellers. Denn die Porsche SE ist nicht gleichzusetzen mit dem Sportwagenhersteller Porsche.

Die heutige Porsche SE ist vielmehr eine Beteiligungsgesellschaft, deren mit Abstand größte Beteiligung ein signifikanter Anteil an den Stammaktien von VW ist. Und das operative Geschäft von Porsche (Bau von Sportwagen) gehört zum VW-Konzern. Die Porsche SE hält einen Anteil von 53,3% an den Stammaktien des VW Konzerns. Dies entspricht einem Anteil von 31,4% am gezeichneten Kapital des Wolfsburger Konzerns.

Darüber hinaus ist die Porsche SE zum Beispiel zu 100% im Besitz der PTV AG. Das ist ein Anbieter von Software für Verkehrsplanung und Verkehrsmanagement sowie Transportlogistik. Daneben hat Porsche noch einige interessante Minderheitsbeteiligungen im Portfolio.

VW-Stammaktie mit deutlichem Rabatt

Die VW-Stammaktie notiert aktuell bei rund 281 Euro und die Aktie der Porsche SE bei rund 86 Euro. Vereinfacht gesagt bekommen Sie als Aktionär der Porsche SE eine halbe VW-Stammaktie für 86 Euro. Bei einem Kurs der VW-Stammaktie von 281 Euro müsste eine halbe Stammaktie also rund 150 Euro kosten (rund 53% von 281 Euro).

Die Porsche-Aktie notiert jedoch nur bei 86 Euro. Zudem bekommen Sie als Porsche-Aktionär noch einige kleinere Beteiligungen obendrauf. Und Porsche verfügte zum Ende des vergangenen Jahres noch über eine Nettoliquidität (Bankguthaben abzgl. Schulden) in Höhe von 563 Mio. Euro.

Was sonst noch für die Porsche-Aktie spricht

Für eine Investition in Porsche spricht aber nicht nur der große Abschlag zur VW-Stammaktie. Auch die weiteren Perspektiven sprechen für Porsche: Die E-Mobilitäts-Offensive der größten Porsche-Beteiligung VW und eine Abspaltung des Sportwagenbauers Porsche sind potenzielle Kurstreiber für die Aktie der Porsche SE.

Zwar ist die zuvor sehr absurde Bewertungslücke zwischen VW und Tesla schon ein Stück weit geschlossen worden (VW hat zuletzt deutlich zugelegt, Tesla deutlich verloren), doch ich bin der Meinung, dass das zukünftige Potenzial in der VW-Aktie dennoch nicht vollständig eingepreist ist.

Allerdings muss ich auch noch etwas Wasser in den Wein gießen: Ein potenzieller Belastungsfaktor für die Porsche-Aktie sind laufende gerichtliche Verfahren gegen die Porsche SE, an deren Ende größere Schadenersatzansprüche stehen könnten. Daher ist ein kleiner Abschlag auf den reinen Substanzwert aktuell noch angemessen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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