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Verbio: Nach dem Rücksetzer wieder interessant

Verbio: Nach dem Rücksetzer wieder interessant
tom - Adobe Stock
Inhaltsverzeichnis

Die Aktie des deutschen Biokraftstoff-Spezialisten Verbio hat im vergangenen Jahr um mehrere Hundert Prozent zugelegt. Auch der Start ins Jahr 2021 verlief überaus erfolgreich. Zu Beginn dieses Monats begann dann jedoch eine marktgetriebene Korrektur, die sich in den vergangenen Tagen noch einmal verschärfte.

Aus meiner Sicht ist die Verbio-Aktie dadurch aber wieder interessant geworden. Ich stelle Ihnen gleich das jüngste Zahlenwerk und die Perspektiven des Unternehmens vor, nachdem wir uns das Geschäftsmodell von Verbio angeschaut haben.

Verbio: Der Biokraftstoff-Spezialist

Verbio ist einer der führenden, konzernunabhängigen Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen und zugleich der einzige großindustrielle Produzent von Biodiesel, Bioethanol und Biomethan in Europa. Die Nominalkapazität beträgt rund 450.000 Tonnen Biodiesel, 300.000 Tonnen Bioethanol und 480 Gigawattstunden Biomethan pro Jahr.

Das Unternehmen setzt zur Herstellung seiner Kraftstoffe selbst entwickelte, energiesparende Produktionsprozesse und innovative Technologien ein. Die Biokraftstoffe von Verbio erreichen CO2-Reduktionen bis zu 90% gegenüber Benzin oder Diesel.

Verbio liefert seine Produkte direkt an die europäischen Mineralölkonzerne, Mineralölhandelsgesellschaften, freie Tankstellen, Speditionen, Stadtwerke und Fahrzeugflotten. Darüber hinaus vertreibt das Unternehmen hochwertiges Pharmaglyzerin für die Konsumgüter- und Kosmetikindustrie (Glyzerin entsteht als Nebenprodukt bei der Biodieselherstellung).

Die Verbio-Aktie ist seit Oktober 2006 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Aktuell befindet sich das Papier darüber hinaus im Nebenwerte-Index SDax.

Überzeugende Zahlen für das 1. Halbjahr 2020/2021

Blicken wir nun auf die vor wenigen Tagen vorgelegten Zahlen für das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/2021 (bis 30. Juni). Der Umsatz von Verbio stieg in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 9,7% auf 479,1 Mio. Euro.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg um 62,9% von 39,9 auf 65,0 Mio. Euro und der Nettogewinn um 74,7% von 25,3 auf 44,2 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Gewinn je Aktie von 0,70 Euro nach 0,40 Euro (+75%) im Vorjahreszeitraum.

Das 1. Halbjahr 2020/2021 war von verbesserten Margen bei Bioethanol und Biodiesel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gekennzeichnet. Die Produktionsanlagen waren in beiden Segmenten – inklusive Biomethanproduktion – sehr gut ausgelastet. Ebenfalls sehr positiv: Die Biomethananlagen in den USA und Indien werden im Herbst 2021 in Betrieb genommen. Unter anderem dadurch werden Umsatz und Gewinn zukünftig weiter steigen.

Insiderkauf und Verbio-Aktie im Blickpunkt

Verbio-Chef Claus Sauter hat die günstigeren Kurse bereits vor ein paar Tagen genutzt und für gut 2,2 Mio. Euro Verbio-Aktien gekauft. Nachdem das Papier Ende Januar und Anfang Februar noch bei über 42 Euro notierte, kostet eine Aktie aktuell nur noch rund 33 Euro.

Angesichts der guten operativen Ergebnisse, die zuletzt vorgelegt wurden und der guten Perspektiven, ist die Aktie auf dem derzeitigen Kursniveau einen Blick wert. Wenn der Gesamtmarkt in den kommenden Tagen noch etwas weiter korrigiert, kann es mit der Verbio-Aktie aber auch noch ein paar Prozentpunkte weiter nach unten gehen.