Stimmt hier die Chemie?

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Die Konjunktur zieht wieder an. Profitieren könnten potenziell zyklische Branchen wie etwa die Chemieindustrie. Hinzu kommt, dass Chemie-Werte oftmals auch attraktive Dividenden bieten. Ein Investment könnte damit auf der Hand liegen. Wir erklären Ihnen in unserer Analyse rund um den Spezialchemie-Wert Evonik, ob sich ein Investment auch für Sie lohnen kann. Zunächst aber einige Eckdaten rund um das Unternehmen.

Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Spezialchemie und in einer Vielzahl von Märkten tätig. Hervorgegangen ist Evonik 2007 aus dem sogenannten „weißen Bereich“ der RAG Aktiengesellschaft. Dabei handelt es sich um die nicht dem Bergbau zugeordneten Bereiche des ehemaligen deutschen Steinkohleriesen. Seit 2013 wird die Aktie an der Börse gehandelt.

Krise? Welche Krise?

Evonik ist mit Schwung ins neue Jahr gestartet und hat das Krisenjahr 2020 hinter sich gelassen. Der Umsatz sank 2020 um 6,9% auf 12,2 Mrd €. Der Gewinn brach um 77,9% auf 465 Mio € ein. Im 4. Quartal war jedoch bereits eine Erholung zu spüren. 2021 soll der Umsatz auf 12 bis 14 Mrd € steigen.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wird bei 2 bis 2,3 Mrd € erwartet. Während die Nachfrage aus dem Auto- und Maschinenbau noch hinter dem Vorjahr zurückbleibt, laufen die Geschäfte in der Pharma- und Windkraftbranche derzeit hervorragend. Evonik ist ein wichtiger Zulieferer für den Impfstoffhersteller BioNTech und stellt spezielle Lipide her, die bei der Produktion von mRNA-Impfstoffen benötigt werden.

Weiteres Wachstum in diesem Geschäft könnten mRNA-basierte Behandlungen von Krebs und Erbkrankheiten bieten, die derzeit erforscht werden. In Zukunft konzentriert sich Evonik noch stärker auf Spezialchemie, da dort höhere Margen erzielt werden als bei Massenware. Im Rahmen des Konzernumbaus könnte das wettbewerbsintensive Superabsorber- Geschäft rund um saugstarke Materialien, die zum Beispiel für Windeln eingesetzt werden, verkauft werden.

Warum die Aktie vielversprechend ist und Sie zugreifen können

Im Gegenzug ist Evonik für weitere Übernahmen in Wachstumsbereichen bereit. 2020 wurden der Wasserstoffperoxid- Hersteller Peroxychem und der Experte für die Aufbereitung von Katalysatoren, Porocel, übernommen. Evonik behält die Dividende von 1,15 € pro Aktie bei und beschert Anlegern eine Dividendenrendite von 3,9%. Die Chemiebranche profitiert vom gesamtwirtschaftlichen Konjunkturaufschwung. Lassen Sie sich diese vielversprechende Aktie nicht entgehen. Hier kommt viel Gutes zusammen.