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Encavis schwimmt weiter auf Erfolgswelle

Encavis schwimmt weiter auf Erfolgswelle
V. Franz Metelec – Fotolia.com
Inhaltsverzeichnis

In dieser Woche findet das Deutsche Eigenkapitalforum (EKF), die wichtigste deutsche Investoren- und Analystenveranstaltung, statt. Das EKF findet in diesem Jahr Corona-bedingt virtuell statt. Ein Unternehmen, das sich heute im Rahmen des EKF präsentiert hat, ist der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis.

Das Unternehmen hat zudem gestern frische Zahlen vorgelegt, die zeigen, dass man operativ weiter auf der Erfolgswelle schwimmt. So konnte das Unternehmen in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres eine Umsatzsteigerung von rund 5% erzielen. Der operative Cashflow (Mittelzufluss) stieg im gleichen Zeitraum sogar um 25%.

Diese Erfolgszahlen sind laut Encavis sowohl auf den kontinuierlichen Ausbau der Erzeugungskapazitäten in Wind- und Solaranlagen als auch auf positive meteorologische Effekte zurückzuführen.

Neue Solarparks in Spanien

Im Bereich der Solarenergie investiert Encavis aktuell verstärkt in Spanien. So konnte das Großprojekt „Solarpark La Cabrera“ bei Sevilla termingerecht fertiggestellt werden. „La Cabrera“ hat eine Erzeugungskapazität von rund 200 Megawatt (MWp).

Die Hamburger sind daher auch optimistisch, dass der noch größere Solarpark „Talayuela“ (300 MWp) in diesem Jahr termingerecht ans spanische Netz angeschlossen werden kann. Spanien übernimmt damit mit einer Erzeugungskapazität von rund 500 MW die Position des Spitzenreiters innerhalb des Solarparkportfolios der Encavis.

Zukauf diverser Windparks in Dänemark

Der Umsatzanstieg im Zeitraum Januar bis September 2020 um rund 5% auf 234,3 Mio. Euro resultiert vornehmlich aus dem Zukauf mehrerer Windparks in Dänemark in 2019.

Bis Ende September 2020 konnte zudem ein positiver meteorologischer Effekt in Höhe von 7,1 Mio. Euro gemessen werden, der jedoch um 5,8 Mio. Euro unter der noch stärkeren Vergleichsperiode des vergangenen Jahres 2019 (12,9 Mio. Euro) lag.

Leicht rückläufiges operatives Ergebnis

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) liegt Encavis mit 181 Mio. Euro um 4,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Ein Grund für den absoluten Rückgang sind die bereits genannten negativen meteorologischen Effekte (-5,8 Mio. Euro).

Hinzu kommt, dass Encavis im vergangenen Jahr mehr Erlöse durch den Verkauf von Minderheitsanteilen erzielen konnte als in diesem Jahr. Schließlich belasten die Aufwendungen für das virtuelle Aktienoptionsprogramm infolge des starken Anstiegs des Aktienkurses die Ergebniskennzahlen der ersten 9 Monate 2020 (-4,0 Mio. Euro) deutlich stärker als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (-1,1 Mio. Euro).

Ohne diese Effekte hätte das operative EBITDA nach den ersten 3 Quartalen des laufenden Jahres um 5% über dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen, so das Unternehmen.

Wachstumsprognose bestätigt

Der Encavis-Vorstand erwartet nach der insgesamt positiven Entwicklung der ersten 9 Monate eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses und bestätigt erneut die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr.

Auf Basis des bestehenden Bestandsportfolios sowie in Erwartung von Standardwetter-bedingungen für das Geschäftsjahr 2020 geht das Unternehmen von einer Umsatzsteigerung auf über 280 Mio. Euro aus. Das operative EBITDA wird sich voraussichtlich auf über 220 Mio. Euro erhöhen und der operative Cashflow auf 200 Mio. Euro.

Encavis liefert schon seit Jahren gute Zahlen. Hinzu kommt, dass das Unternehmen im Zukunftsmarkt der Erneuerbaren Energien tätig ist. Daher sind die Encavis-Papiere aus meiner Sicht ein interessantes Investment.