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Hella-Aktie: ein Licht für Anleger?

Inhaltsverzeichnis

Wenn Unternehmen in ihrem Bereich besonders stark sind, dann können sie sich einiges erlauben – höhere Preise zum Beispiel. Wir stellen Ihnen heute mit Hella ein Unternehmen vor, bei denen nicht nur Investoren ein Licht aufgeht: Hella steht für Sensorik rund um Licht, etwa für die Autoindustrie. Was die Aktie kann, wo Schwächen sind und worum es bei Hella genau geht erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Lesen Sie weiter!

Die HELLA GmbH & Co. KGaA wurde 1899 gegründet und ist heute ein führender Hersteller von Licht- und Elektroniksystemen wie Sensoren und Unterdruckpumpen für die Autoindustrie. Weitere Aktivitäten sind der Handel mit Kfz-Teilen und Zubehör sowie Beleuchtungen für Spezialfahrzeuge wie Trecker und Boote. Der Konzern ist an 125 Standorten in 35 Ländern vertreten und notiert seit November 2014 an der Börse.

Mittelprächtige Zahlen und einige gute Neuigkeiten

Hella hat im 1. Quartal 21,7% mehr umgesetzt, unter dem Strich aber 10,7% weniger verdient. Das um verschiedene Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBIT) lag mit 91 Mio € auf Vorjahresniveau. Das berichtete tatsächliche EBIT ging dagegen um 5,2% auf 75 Mio € zurück. Belastet haben gestiegene Kosten für Material, Energie und Logistik. Hinzu kamen hohe Investitionen für die Bewältigung des hohen Auftragsbestandes. Alle Regionen und alle 3 Sparten, Elektronik, Licht (bisher Automotive) und Lifecycle Solutions (bisher Aftermarket und Special Applications), meldeten Umsatzzuwächse.

Profitiert hat der Konzern von der starken Nachfrage nach Licht- und Elektronik-Produkten, die wiederum getrieben wurden von der höheren Fahrzeug-Produktion in China sowie Nordund Südamerika. Zudem zeigten die Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität Wirkung. Durch die Weitergabe der Kostensteigerungen an die Kunden konnten die Folgen der Inflation zum Teil kompensiert werden.

Trotz der schwierigen Marktbedingungen rechnet Hella in den kommenden Monaten mit einer Erholung der Automobil-Konjunktur und im Gesamtjahr mit einer weltweiten Produktion von 80 bis 84 Mio Fahrzeugen. Das wären 4 bis 8 Mio Fahrzeuge mehr als im Vorjahr.

So schätzen wir die Aktie ein

Diese erwartete Entwicklung dürfte auch Hella beflügeln. Entsprechend hat das Management einen Umsatz von 7,1 bis 7,6 Mrd € und eine bereinigte EBIT-Marge von 5,5 bis 7% in Aussicht gestellt. Den Gewinn schätzen wir auf 250 Mio €. Zahlen und Ausblick kamen bei den Anlegern gut an. Die Bewertung ist aber bereits angemessen. Die Dividendenrendite von 1,4% ist ebenfalls kein Überflieger. Hella an sich ist als Aktie eher ein „Kann“, denn ein „Muss“.