Cewe hebt zum 12. Mal in Folge die Dividende an

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Der Foto-Dienstleister Cewe hat seine Dividende zum 12. Mal in Folge erhöht. Auf der gestrigen Hauptversammlung hat das Unternehmen zudem gute Quartalszahlen präsentiert. (Foto: Stock Asso /shutterstock.com)

Viele Anleger achten beim Aktienkauf auch auf die Dividende, die ein Unternehmen ausschüttet. Dabei sind Unternehmen, die regelmäßig eine Dividende ausschütten und diese auch noch stetig erhöhen, von besonderem Interesse.

Zu diesen Unternehmen gehört auch die im niedersächsischen Oldenburg ansässige Cewe Stiftung & Co. KGaA. Die Aktionäre des mittelständischen Foto-Service-Unternehmens haben auf der gestrigen Hauptversammlung der vom Vorstand vorgeschlagenen Dividendenerhöhung auf 2,30 Euro je Aktie mit großer Mehrheit zugestimmt.

Cewe: Auf dem Weg in den Dividenden-Adel

Damit profitieren die Cewe-Aktionäre von der 12. Dividendensteigerung in Folge. Die Dividendenrendite auf Basis des Jahresendkurses 2020 beträgt dabei gute 2,5%.  Hierauf ist auch der Cewe-Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Friege sehr stolz:

„Seit der ersten Dividendenausschüttung nach dem Börsengang 1993 zahlt Cewe seinen Anteilseignern ununterbrochen eine Dividende – und nach der erfolgreichen Bewältigung der Analog/Digital-Transformation das nun schon zum 12. Mal in Folge sogar mit einer Dividendensteigerung.“

Kaum Dividenden-Aristokraten in Deutschland

Um in den Club der sogenannten Dividenden-Aristokraten aufgenommen zu werden, fehlen Cewe aber noch ein paar Jahre. Geadelt werden Aktiengesellschaften erst, wenn sie über 25 Jahre stetig steigende Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet haben.

Zu den Dividenden-Aristokraten zählen darf sich in Deutschland aktuell lediglich der Gesundheitskonzern Fresenius, der vor wenigen Tagen zum 28. Mal in folge eine erhöhte Dividende ausgeschüttet hat. Weitere deutsche Kandidaten auf den inoffiziellen Adelstitel sind der Dialysespezialist Fresenius Medical Care und der Schmierölproduzent Fuchs Petrolub.

Im benachbarten Ausland und erst recht in den USA gibt es wesentlich mehr Dividenden-Aristokraten als in Deutschland. Zu diesen ausländischen Dividenden-Aristokraten gehören viele auch hierzulande bekannte Firmen wie z.B. Zurich, BP, AstraZeneca, Roche, Novartis aus Europa und 3M, AT&T, Coca-Cola, Colgate-Palmolive und Johnson & Johnson aus den USA.

Cewe mit gutem Jahresstart

Auf der Hauptversammlung konnte Cewe neben der Dividendenerhöhung auch gute Zahlen für das 1. Quartal 2021 präsentieren. So lag der Umsatz in den ersten 3 Monaten des neuen Jahres mit 145,9 Mio. Euro insgesamt nur knapp unter dem nur wenig von der Corona-Krise betroffenen Vorjahresquartal.

Zugleich verbesserte sich die Ertragskraft des Unternehmens deutlich: Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im 1. Quartal 2021 von 2,0 auf 8,6 Mio. Euro – ein sattes Plus von 6,6 Mio. Euro. Entscheidender Erfolgsfaktor war laut Cewe erneut das gute Ergebnis im Kerngeschäftsfeld Fotofinishing. Hierzu zählen vor allem die Cewe-Fotobücher und weitere individuell gestaltbare Produkte wie Fotokalender, Wandbilder und klassische Fotoabzüge.

Mit einem kräftigen Wachstum von 9,0% legte der Fotofinishing-Umsatz auf 125,0 Mio. Euro zu und konnte damit die Lockdown-bedingten Rückgänge in den Geschäftsfeldern Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck nahezu ausgleichen.

Abschließend noch ein Blick auf die Cewe-Aktie: Das im SDax notierte Papier konnte von Ende Oktober des vergangenen Jahres bis etwa Mitte April dieses Jahres deutlich zulegen und konsolidiert seither grob um die 130-Euro-Marke herum. Aus meiner Sicht ist ein Einstieg auf dem aktuellen Niveau allenfalls für langfristig orientierte Anleger und Dividendenfans interessant.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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