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Estée Lauder kauft Luxus-Modelabel Tom Ford für 2,8 Mrd. $

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Die Gerüchteküche brodelte schon seit Längerem, doch jetzt ist es amtlich. Estée Lauder will in einer Milliardentransaktion das Modelabel Tom Ford schlucken. Damit bestätigen sich die Spekulationen um einen Milliardendeal, auch wenn bis vor wenigen Tagen noch der Gucci-Eigentümer, der französische Kering-Konzern, als heißester Bieter gehandelt wurde.

Estée Lauder – der Spezialist für hochpreisige Schönheitsprodukte

Das Unternehmen wird 1946 von Estée Lauder gegründet und ist heute die weltweite Nummer 1 für Luxus-Schönheitsprodukte. Estée Lauder hat sich auf den spannenden Markt der Luxuskosmetik fokussiert. Sie haben über 25 attraktive Marken unter einem Dach vereint und setzen auf das Wachstum der attraktiven Branche. Zum Unternehmen gehören bekannte Marken wie Estée Lauder, Clinique, MAC Cosmetics und La Mer. Die Marken stehen für hochwertiges Makeup und Hautpflegeprodukte.

Tom Ford soll für 2,8 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln

Der US-Kosmetikkonzern Estée Lauder will nun für 2,8 Milliarden Dollar das Luxus-Modelabel Tom Ford übernehmen. Der US-Stardesigner Ford, der auch als Filmemacher tätig ist, hatte das Unternehmen im Jahr 2005 gegründet. Zuvor war er als Kreativdirektor für die Marken Gucci und Yves Saint Laurent tätig. Unter dem Markennamen Tom Ford verkauft er neben luxuriösen Modekollektionen auch Kosmetika und Brillen. Zum Vertrieb der Parfums und Make-up-Produkte der Marke hatte Estée Lauder bereits 2006 eine Lizenzvereinbarung mit Tom Ford getroffen.

Tom Ford soll für 2,8 Milliarden Dollar den Besitzer wechseln

Dabei soll der Zukauf durch eine Kombination aus Bargeld, Schuldenübernahme und 300 Millionen Dollar für Zahlungen an Verkäufer gestemmt werden, die ab Juli 2025 fällig würden, so der Traditionskonzern am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Bezogen auf den Jahresumsatz von Tom Ford von rund 800 Millionen Dollar legt Estée Lauder das 3,5-fache des Umsatzes als Kaufpreis auf den Tisch.

Estée Lauder geht davon aus, dass die Transaktion den bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie im Geschäftsjahr 2023 um 5 bis 15 Cent je Aktie verwässern und voraussichtlich in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2023 abgeschlossen sein wird. Der gleichnamige Gründer des Unternehmens soll bis Ende 2023 an Bord bleiben.

Ein Deal – viele Optionen

Für Estée Lauder eröffnet die größte Übernahme der kompletten Firmengeschichte gleich mehrere Optionen. Klar ist, dass der Zukauf der Marke das Portfolio erweitert und die Marktposition m Luxusparfüms-Segment ausbaut. Der Kosmetikkonzern könnte nur das Beauty-Geschäft behalten und die verbleibenden Elemente verkaufen. Denkbar wäre aber auch der Markteintritt in der Modebranche.

Estée Lauder kappt Jahresziele

Unterdessen stockte die Geschäftsentwicklung bei Estée Lauder, vor allem weil das China-Geschäft auf Grund der dortigen Corona-Lock-Down-Maßnahmen weiterhin für Bremsspuren sorgt. Auch die gestiegene Inflation und die starke Heimatwährung wirken sich negativ aus. So sank der Umsatz im ersten Quartal (Anm.: das Geschäftsjahr endete am 30.06.) um 11% auf 3,93 Milliarden Dollar. Negative Währungsentwicklungen belasteten die Umsatzentwicklung mit 4 Prozentpunkten. Gleichzeitig schmolz der Nettogewinn um 29,3% auf 489 Millionen Dollar zusammen.

Beim Gesamtjahresumsatz erwartet der Konzern nun einen Rückgang zwischen 17 und 19%. Zugleich soll der bereinigte verwässerte Gewinn je Stammaktie bei konstanten Wechselkursen zwischen 50 und 54% zurückgehen.