Immer mehr Menschen finden Gefallen am Online-Shopping

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Gerade in der Pandemie kaufen immer mehr Menschen Online ein, davon profitieren Amazon und SHOP APOTHEKE. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Seit dem Beginn der Pandemie nutzen die Kunden die Dienstleistungen von Amazon für ihre Lieferung von Lebensmitteln und Haushaltsgütern immer mehr. Während die klassischen Ladengeschäfte schließen mussten, stellte Amazon über 400.000 neue Mitarbeiter ein und erwirtschaftete im 3. Quartal einen Gewinn von 6,3 Mrd. $ – der zweite Rekordgewinn in Folge. Der Umsatz schoss um 37,4% auf 96,15 Mrd. $ nach oben. Das Weihnachtsgeschäft bleibt im Einzelhandel stark umkämpft – auch in der Cloud.

Der traditionelle Lichtblick für Amazon, die Cloud-Computing-Abteilung Amazon Web Services (AWS), muss sich gegen die kleinere Konkurrentin Microsoft behaupten, um den Anteil am riesigen Potenzial während der Pandemie – von Homeoffice bis hin zu Cloud-basierten Videospielen – zu verteidigen. Im Quartal stieg der Umsatz von AWS um 29%, während Microsoft mit Azure Cloud 48% mehr Umsatz erzielte.

Der Umsatz von Amazon steuert auf neue Rekorde zu

Immer mehr Kunden als je zuvor, kaufen ihre Geschenke früher ein. Das ist nur eines von vielen Vorzeichen für eine beispiellose Weihnachtssaison. Allerdings ist Amazon gegenüber den Lieferschwierigkeiten seiner Partner nicht vollständig immun. Amazon rechnet im 4. Quartal mit einem Umsatz zwischen 112 und 121 Mrd. $. Damit könnte der Konzern erstmals in einem Quartal die 100-Mrd-$-Schwelle überschreiten. Dass Amazon ein Profiteur der Pandemie ist, wird so bleiben, weil in unsicheren Zeiten immer mehr Menschen Gefallen am Online-Shopping finden.

Unternehmensporträt

Amazon ist ein weltweit operierender Online-Einzelhändler. Das Unternehmen betreibt sechs globale Webseiten und bietet dort zusammen mit seinen Verkäufern Millionen von neuen und gebrauchten Artikeln wie Bücher, Musikträger jeder Art, DVDs/Videos, Spielsachen, Computerspiele und Haushaltsartikel an. Zu dem Unternehmen gehört auch eine Internet Movie Datenbasis (IMDb).

Immer mehr Menschen kaufen ihre Medikamente online ein

SHOP APOTHEKE hat im 3. Quartal einen Umsatzsprung um knapp 40% auf 238,7 Mio. € verbucht. Damit summierte sich das Plus in den ersten 9 Monaten auf rund 38%. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 4,2 Mio. € nach einem Minus von 2,1 Mio. € im Vorjahr. Das ganze Jahr lief für die Online-Apotheke bislang glänzend.

In Pandemie-Zeiten hat das Unternehmen genau das richtige Angebot. Die Zahl aktiver Kunden wuchs seit dem Jahreswechsel um 1,2 Mio., davon 0,4 Mio. im 3. Quartal. SHOP APOTHEKE verbuchte besonders im nicht-deutschsprachigen Raum hohe Zuwächse. In Frankreich, Belgien, Italien und den Niederlanden stieg der Umsatz um 82,2%. In Deutschland, Österreich und der Schweiz betrug der Zuwachs 33,8%. Die drei Länder stehen mit gut 200 Mio. € weiterhin für den Großteil des Umsatzes.

Den Börsen-Crash im Februar und März hatte die Aktie kaum zu spüren bekommen

Anschließend war das Unternehmen einer der Profiteure der Corona-Krise. Wegen des Kursanstiegs und einiger Kapitalerhöhungen ist das Unternehmen inzwischen rund 2 Mrd. € wert und damit rund zehn Mal so viel wie beim Börsengang. Im September stieg SHOP APOTHEKE zudem in den MDAX auf. Für 2020 kündigte der Vorstand ein Umsatzwachstum von 35% anstatt der bisher prognostizierten 30% und eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 2% an. Auch die Aktionäre können sich bislang über ein hervorragendes Börsenjahr freuen. Der Kurs hat sich seit Jahresbeginn nahezu vervierfacht.

Unternehmensporträt

SHOP APOTHEKE zählt zu den führenden europäischen Online-Apotheken. Die Gruppe vertreibt hauptsächlich rezeptfreie Arzneimittel sowie apothekenübliche Schönheits- und Pflegeprodukte. In diesem Zusammenhang bietet SHOP APOTHEKE auch umfassende Informationen zu Medikamenten, ihrer Anwendung sowie zu Neben- und Wechselwirkungen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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