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Diese Aktie profitiert vom Impfstoff-Boom

Diese Aktie profitiert vom Impfstoff-Boom
rangizzz / Adobe Stock
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Vor einer Woche meldete das Mainzer Unternehmen Biontech, dass sein Corona-Impfstoff eine hohe Wirksamkeitsrate von 90% hat und voraussichtlich in Kürze die Zulassung bekommen wird.

Die Biontech-Aktie schoss daraufhin nach oben. Gestern gab es nach der Meldung, dass auch der Impfstoff des US-Konzerns Moderna kurz vor der Zulassung steht, jedoch wieder einen kräftigen Dämpfer. Gegenüber dem Hoch in der vergangenen Woche rutschte der Aktienkurs zeitweise um 24% ab.

Angesichts solcher Kursausschläge eignet sich die Biontech-Aktie allenfalls für sehr nervenstarke Anleger. Ich möchte Ihnen heute eine Firma vorstellen, die indirekt vom Impfstoff-Boom profitiert. Die Rede ist von Dermapharm. Das Unternehmen ist an der Produktion des Impfstoffs beteiligt.

Dermapharm produziert Biontech-Impfstoff

Vermutlich wird nicht jeder von Ihnen Dermapharm kennen. Daher möchte ich Ihnen das Unternehmen erst einmal vorstellen. Dermapharm wurde 1991 gegründet und hat seinen Sitz in Grünwald bei München. An der Börse ist die Aktie, die inzwischen im Nebenwerte-Index SDAX gelistet ist, seit Februar 2018.

Der Konzern produziert patentfreie Markenarzneimittel und andere Gesundheitsprodukte und vertreibt diese durch einen pharmazeutisch geschulten Außendienst, insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dermapharm verfügt über rund 900 Arzneimittelzulassungen für mehr als 200 pharmazeutische Wirkstoffe und kann so ein breites Produktsortiment anbieten.

Bereits Mitte September kündigte das Unternehmen eine Kooperation mit Biontech bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs an. Dermapharm stellt seine Produktionskapazitäten zur Verfügung und kümmert sich auch um Abfüllung und Verpackung.

2020 wird ein weiteres Rekordjahr

Gestern legte Dermapharm die Ergebnisse für die ersten neun Monate 2020 vor. Dank der verstärkten Nachfrage nach Präparaten zur Immunstärkung, vor allem nach dem Vitamin-D-Ersatzstoff Dekristol, stieg der Umsatz um knapp 12% auf 577,2 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um gut 4% auf 139 Mio. Euro zu. Unter dem Strich verdiente Dermapharm 61,3 Mio. Euro und damit 5% mehr als im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr bestätigte das Management seine bisherige Prognose und rechnet weiterhin mit einem Umsatzanstieg von 12 bis 15%. Der bereinigte EBITDA-Gewinn soll um 8 bis 10% zulegen. 2020 wird also ein weiteres Rekordjahr, obwohl Corona das Geschäftsumfeld verändert und zu Einschränkungen beispielsweise in den USA geführt hat.

Auch in den nächsten Jahren will Dermapharma weiter wachsen. Neben der Einführung neuer Produkte und der Expansion in neue Märkte sollen auch Übernahmen zum Wachstum beitragen.

Aktie vor Trend-Signal

Nach den Zahlen, mit denen die Analystenerwartungen nicht ganz erreicht wurden, gab der SDAX-Titel erst einmal nach. Das Allzeithoch, das Anfang Oktober bei knapp 51 Euro erreicht wurde, ist aber nach wie vor in Reichweite. Kann die Dermapharm-Aktie die zentrale Widerstandszone bei 50/51 Euro überwinden, wäre das ein starkes Trend-Signal.

Nach der Seitwärtsbewegung der vergangenen Monate fällt dann vermutlich der Startschuss für eine kräftige Trendbewegung. Notierungen im Bereich von 60 Euro sind in diesem Fall realistisch. Als Trendfolger sollten Sie die Dermapharm-Aktie auf Ihre Watchlist setzen. Das positive Szenario ist hinfällig, sollte die runde 40-Euro-Marke nach unten durchbrochen werden.