Eckert & Ziegler mit neuen Allzeithoch

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Die Eckert & Ziegler Gruppe ist ein sehr wichtiger Lieferant für radioaktive Komponenten - und die Nachfrage danach steigt. (Foto: Production Perig / shutterstock.com)

Eckert & Ziegler ist global einer der bedeutendsten Produzenten radioaktiver Komponenten für Industrie und Nuklearmedizin – etwa gegen Krebs. Das ist eine hervorragende Basis für eine Fortsetzung der Hausse.

Krebs, eine Geißel der Menschheit

Allein in Europa gibt es jedes Jahr 473.000 Prostatakrebs-Neuerkrankungen. Lange Zeit war die Behandlung mit schweren Nebenwirkungen verbunden. Doch heute gibt es schonendere Therapien, wozu auch die Seed-Implantation oder LDR-Brachytherapie zählt – ein minimalinvasives Bestrahlungsverfahren.

Wichtiger Lieferant für radioaktive Komponenten

Die Eckert & Ziegler Gruppe gehört zu den weltweit größten Herstellern für radioaktive Komponenten für medizinische, wissenschaftliche und messtechnische Zwecke. Vorrangig konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung von Strahlungstechnologien für den Einsatz als Krebs- und Herzheilmittel, wie auch die die nuklearmedizinische Bildgebung. Hauptkunden sind internationale Medizingerätehersteller und Kliniken. Im Auftrag von Medizingeräteherstellern übernimmt die Gruppe die Entwicklung, Erprobung, Herstellung und Markteinführung neuer, schwach radioaktiver Produkte.

Neben medizinischen Komponenten bietet Eckert & Ziegler weltweit auch radioaktive Strahlenquellen für den Einsatz in spezialisierten Messgeräten oder für wissenschaftliche Anwendungen an. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung der Produkte und Fertigungstechnologien im Rahmen von Genehmigungsverfahren, Strahlenschutzexpertisen sowie Wissen über Atomrecht und Gefahrgutverordnung.

Steigende Nachfrage

Eckert & Ziegler hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 178,5 Mio. € und einen Gewinn von 1,12 € pro Aktie erzielt. Die Dividende steigt von 42 auf 45 Cent je Aktie. Das Unternehmen profitierte von einer steigenden Nachfrage nach Krebs-Therapien und konnte so die coronabedingte Schwäche im Industriegeschäft abfedern.

Als Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie ist Eckert & Ziegler im ambitionierten Umfeld auf Kurs geblieben. Das Unternehmen zählt zu den größten Profiteuren der steigenden Nachfrage nach Radiopharmazeutika, vor allem nach dem Radioisotop Gallium-68 zur Lokalisierung und Behandlung von Tumoren. Der Gallium-68-Generator ist extrem kosteneffizient.

Konzentration auf Radiopharmazeutika

Als Teil eines Duopols kann Eckert & Ziegler von Vorteilen bei der Preisbildung profitieren. Neben dem Gallium-68-Generator hat Eckert & Ziegler noch eine Reihe anderer Produkte in der Pipeline. Anstehende Indikationserweiterungen durch die großen Pharmakonzerne sollten bei dem Zulieferer der benötigten Radionuklide daher mittelfristig zu einer überproportional steigenden Nachfrage führen.

Eckert & Ziegler wird sich vom Geschäft mit Tumorbestrahlungsgeräten (HDR) trennen. Im ersten Schritt wurden dazu 51% der Anteile an der BEBIG Medical, in der das HDR-Geschäft ausgegliedert wurde, an die chinesische TCL Healthcare Equipment verkauft. Das macht auch Sinn, das Geschäft in andere Hände geben, damit sich Eckert & Ziegler noch stärker auf das schnell wachsende Geschäft mit Radiopharmazeutika konzentrieren kann.

Fazit

Radiopharmazeutika werden ein solider Wachstumstreiber bleiben. Gleichzeitig sollten sich das Industriegeschäft und andere Medizinbereiche 2021 wieder erholen. Der Vorstand prognostiziert für 2021 einen Gewinn von 1,40 € je Aktie, nach 1,11 im Vorjahr. Eckert & Ziegler bleibt langfristig attraktiv.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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