Airbus & Co: Wasserstoff-Allianz in Hamburg

Wasserstoff – shu petrmalinak

Hamburger Wasserstoff-Allianz mit Airbus und 11 weiteren Unternehmen zeigt, dass Wasserstoff immer stärker auf dem Vormarsch ist. (Foto: petrmalinak / Shutterstock.com)

In der norddeutschen Großstadt Hamburg formiert sich eine große Wasserstoff-Allianz. Das ambitionierte Ziel: Im Rahmen der Wasserstoff-Allianz wollen insgesamt 12 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen über die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff im Jahr 2030 rund 1 Mio. Tonnen CO2 einsparen.

Zu dem Wasserstoffverbund gehören neben dem Energiekonzern Vattenfall der Stahlproduzent ArcelorMittal, der Industriekonzern Mitsubishi Industries und der Luftfahrtkonzern Airbus, der in Hamburg einen großen Produktionsstandort betreibt.

Darüber hinaus sind u.a. Hamburg Port Authority (Betreiber des Hafenmanagements in Hamburg), der Ölkonzern Shell sowie die Stadtreinigung Hamburg mit von der Partie. Ein wichtiges Projekt im Rahmen der Allianz ist die Umrüstung des erst kürzlich vom Netz gegangenen Kohlekraftwerkes in Moorburg. Dort soll eine Elektrolyseanlage mit bis zu 100 Megawatt (MW) Leistung entstehen.

Airbus will Wasserstoff-Flugzeuge bauen

Der Flugzeugbauer Airbus will ein mit Wasserstoff betriebenes Verkehrsflugzeug entwickeln. Dazu wurde im vergangenen Jahr ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem deutschen Autozulieferer und Brennstoffzellen-Spezialisten ElringKlinger gegründet. Ich hatte seinerzeit hier im Schlussgong ausführlich darüber berichtet.

Zur Erinnerung: Airbus war auf der Suche nach einem industriellen Partner, der sein Wasserstoff-Wissen in ein neues Gemeinschaftsunternehmen einbringt. Das neu zu gründende Unternehmen soll Brennstoffzellen-Systeme für Flugzeuge entwickeln.

Den Zuschlag hat ElringKlinger erhalten, da der Autozulieferer direkt startklar war und schon in der Testphase im vergangenen Sommer Brennstoffzellensysteme und einen passenden Teststand liefern konnte.

Airbus wird die Mehrheit am neuen Wasserstoff-Unternehmen halten, ElringKlinger wird aber als Juniorpartner mit im Boot sitzen. Da Airbus die Produkte in den eigenen Flugzeugen einsetzen will, sind die Erfolgsaussichten sehr groß.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen wird zukünftig Brennstoffzellen-Komponenten von ElringKlinger kaufen (sorgt beim Autozulieferer für einen Umsatz- und Gewinnanstieg). Der Zuschlag von Airbus ist Werbung und ein Ritterschlag. Auch andere Großkunden werden sich jetzt die Produkte von ElringKlinger genauer anschauen.

Weitere Teilprojekte der Hamburger Wasserstoff-Allianz

Das Unternehmen Green Plug hat im Rahmen der Hamburger Wasserstoff-Allianz ein Wasserstoff-betriebenes Schubboot (so werden schiebende Schiffe für die Binnenschifffahrt genannt) für den Hamburger Hafen entworfen.

Der Stahlkonzern ArcelorMittal plant im Projekt „H2 für Hamburg” (H2 = Wasserstoff) schrittweise auf eine klimaneutrale Produktion umzustellen. Ein Element ist dabei eine Demonstrationsanlage zur Direktreduktion von Eisenerz. Darüber hinaus ist die Umrüstung einer bestehenden Direktreduktionsanlage auf Wasserstoff vorgesehen.

Zum Schluss noch ein Hinweis: Das deutsche Unternehmen ElringKlinger gehört zu meinen Favoriten aus dem Wasserstoff-Sektor. Weitere Informationen zu ElringKlinger und zu meinen anderen Favoriten aus der Wasserstoff-Branche finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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