Align Technology-Aktie auf dem Weg zu altem Jahreshoch

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Der Spezialist für transparente Zahnspangen, Align Technology, stellt ein Umsatzplus von mindestens 50% in Aussicht - die Aktie marschiert Richtung Jahreshoch. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Geduld und Durchhaltevermögen machen sich nicht nur im alltäglichen Leben oft bezahlt. Auch an der Börse können die beiden Tugenden entscheidend zum langfristigen Erfolg beitragen. Bestes Beispiel Align Technology: Wer sich durch die in der Vergangenheit hohen Schwankungen der Aktie nicht aus der Ruhe bringen ließ, kann sich inzwischen über langfristig enorme Kurszuwächse freuen. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere mit 10% im Plus, auf 12-Monatssicht sind es 150% und wer bereits vor fünf Jahren einstieg, kann sich mittlerweile über einen Wertzuwachs von 660% freuen.

Dabei haben die Zahlen für das erste Quartal und vor allem die Prognose für das Gesamtjahr deutlich gezeigt, dass ein Ende der Wachstumsgeschichte derzeit überhaupt nicht absehbar ist.

Align Technology – die Alternative zu herkömmlichen Zahnspangen

Align Technology ist ein Hersteller von digitalen 3D-Scannern und Kunststoffschienen für die Aligner-Therapie in der Orthodontie (Kieferorthopädie). Align Technology hat seinen Hauptsitz in San José (Kalifornien) und fertigt die Kunststoffschienen in Ciudad Juárez (Mexiko) und die Scanner in Israel. Die „iTero“-Scannern können in Verbindung mit CAD/CAM-Softwarelösungen in nur 60 Sekunden ein 3D-Bild für die optimale Behandlung erstellen.

Starke Position unter „Alignern“

Mit Invisalign ist Align der unangefochtene Platzhirsch unter den transparenten, herausnehmbaren Zahnspangen (Aligner). Vergleichbar im Preis und in den Ergebnissen mit traditionellen Metallspangen – aber ohne das Trauma und das ästhetische Stigma – ist es leicht zu verstehen, warum Align in den letzten zwei Jahrzehnten dazu beigetragen hat, die Zähne von mehr als 10,2 Millionen Menschen zu richten.

Der Branchenführer punktet mit seiner proprietären virtuellen Modellierungssoftware und seinen schnellen Fertigungsprozessen. Bevor der innovative Aligner auf den Markt kam, testete der Konzern 260 verschiedene Materialien, bevor die Wahl auf das patentierte SmartTrack-Aligner-Material fiel, womit die Zähne geschont, aber der Behandlungsprozess nicht verlangsamt wird.

62% Umsatzsteigerung im ersten Quartal

Zum Jahresstart zeigte der Technologiekonzern eine enorm hohe Wachstumsdynamik: Insgesamt gingen im ersten Quartal Umsätze von 894,8 Millionen Dollar durch die Bücher, womit die Schätzungen um 77,4 Millionen Dollar übertroffen wurden. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Umsatzzuwachs um 62,4%. Ein ähnlich starkes Bild zeigt sich bei der Gewinnentwicklung: Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 198,4 Millionen Dollar übrig. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 2,49 Dollar (+241% vs. Q1 2020). Damit wurden die Erwartungen der Analysten zum 23% geschlagen.

Internationales Geschäft mit starkem Rückenwind

Lassen Sie uns einen detaillierteren Blick auf die Geschäftsentwicklung werfen: Insgesamt erzielte Align Technology einen Quartalsumsatz von 894,8 Millionen Dollar. Dabei trug der Umsatz mit Alignern in Höhe von 753,3 Millionen Dollar (+56,4% zum Vorjahreszeitraum) den Großteil zum Gesamtergebnis bei.  Insgesamt wurden 595.800 Aligner ausgeliefert – ein Plus von 65,4%. Mit einer Wachstumsrate von 83,2% lief das internationale Geschäft sogar noch besser als der Heimatmarkt (+53,8%). Insgesamt belieferte Align mit seinen unsichtbaren Zahnspangen 78.600 Ärzte, von denen 6.600 Erstkunden waren.

Geschäft mit 3D-Scannern zieht ebenfalls kräftig an

Auch das Geschäft mit den 3D-Scannern entwickelte sich stark. Hier wurden Umsätze von 141,5 Millionen Dollar erzielt. Das entspricht einem Anstieg um 104%. Entsprechend stark entwickelte sich auch konzernweit die operative Gewinnspanne, die deutlich von 12,7% auf 25,2% nach oben kletterte.

Die hohe Dynamik bei der Geschäftsentwicklung sollte auch im weiteren Jahresverlauf anhalten. Das Management hat einen Umsatzanstieg zwischen 50 und 58% in Aussicht gestellt. Entsprechend dürfte am Ende ein Umsatz zwischen 3,7 und 3,9 Milliarden Dollar am Jahresende in den Büchern stehen.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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