CNH: Maschinen- und Fahrzeugspezialist mit Wasserstoff-Zusatzchance

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Der italienische Maschinen- und Fahrzeugspezialist CNH plant, sich aufzuspalten und will zukünftig auch Wasserstoff-LKW bauen. (Foto: Tobias Steinert / shutterstock.com)

In der Vorwoche habe ich Ihnen von den beiden deutschen Wasserstoff-Profiteuren ElringKlinger und RWE berichtet und von dem amerikanischen Motorenhersteller Cummins, der ebenfalls vom kommenden Wasserstoff-Boom profitiert.

Heute geht es mit dem italienischen Konzern CNH Industrial (vormals Fiat Industrial) international weiter. Das Unternehmen ist in den Bereichen landwirtschaftliche Maschinen, Nutzfahrzeuge und Baumaschinen wie auch in der Produktion von Motoren tätig ist.

CHH: Geschichte und Geschäftsmodell im Überblick

Nach der Fusion zwischen Fiat Industrial und der CNH Global nahm der neue Konzern CNH Industrial im September 2013 seine operative Tätigkeit auf. Die Geschäftssegmente sind in landwirtschaftliche Maschinen, Baumaschinen, Nutzfahrzeuge, Motoren und Getriebe und Finanzdienstleistungen eingeteilt.

Zu den bekanntesten Handelsmarken gehören Case, New Holland, Steyr, Iveco, Heuliez Bus, Magirus und FPT Industrial. Jede der einzelnen Handelsmarken des Konzerns ist ein international tätiges Unternehmen in seinem spezifischen Industriesektor.

Ergänzend bieten die CNH-Gesellschaften Finanzierungslösungen beim Kauf, dem Leasing oder der Miete ihrer Produkte an. Im Weiteren unterhält der Konzern einen global organisierten Ersatzteilservice. Mit über 60 Produktionsstätten und 50 Forschungs- und Entwicklungszentren ist CNH Industrial in 180 Ländern weltweit präsent.

Neuer Chef und Abspaltung als Kurstreiber

Die CNH-Aktie, die sich seit dem Corona-bedingten Tief im März dieses Jahres sehr erfreulich entwickelt hat, nahm zuletzt noch einmal etwas stärker an Fahrt auf. Der Grund: Das Unternehmen hat mit Scott W. Wine einen neuen Chef gefunden.

Wine ist seit vielen Jahren Chef des Spezialfahrzeugbauers Polaris und verfügt über viel internationale Erfahrung. Er wird seinen Posten Anfang Januar antreten und soll den Strategieplan weiter umsetzen, den der alte Chef Hubertus Mühlhäuser im September des vergangenen Jahres vorgestellt hatte.

Dieser sieht unter anderem die Abspaltung des Lastwagengeschäfts der Marke Iveco, den Busmarken Heuliez und Iveco Bus sowie der Powertrain-Sparte FPT vor. Der vorläufige Name ist On-Highway.

In der anderen Sparte (Off-Highway) sollen die Landmaschinen und Traktoren von Case, New Holland und Steyr, die Feuerwehrfahrzeuge von Magirus sowie das Militärgeschäft verbleiben. Durch die Abspaltung sollen in beiden Sparten die vorhandenen Potenziale besser genutzt werden und es soll ein Mehrwert für die Aktionäre geschaffen werden.

Ein weiterer Kurstreiber: Das Start-up Nikola und CNH werden gemeinsam einen LKW am Iveco-Standort Ulm bauen. Der Fahrplan ist ehrgeizig: 2021 Verkaufsstart der Batterie-Variante und 2022 Verkauf mit Brennstoffzelle. Corona-bedingt dürfte sich der Fahrplan um rund 12 Monate nach hinten verschieben.

Nach dem zuletzt steilen Anstieg könnte der Kurs der CNH-Aktie erst einmal etwas konsolidieren. Auf mittlere und längere Sicht sollte meines Erachtens aber weiteres Potenzial vorhanden sein. Kurstreiber sind dabei die konjunkturelle Erholung, das Thema Wasserstoff und die Aufteilung in zwei börsennotierte Unternehmen.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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