ElringKlinger: Aktie bleibt spannend

Wasserstoff – shu petrmalinak

Die Aktie des Autozulieferers und Wasserstoff-Profiteurs ElringKlinger korrigiert seit einiger Zeit. Operativ läuft es dagegen gut. Die Aktie dürfte daher wieder anziehen. (Foto: petrmalinak / Shutterstock.com)

Aktien aus dem Energiesektor – insbesondere viele Werte aus den Bereichen Wasserstoff und Erneuerbare Energien – haben in diesen Tagen einen schweren Stand. Nach den hohen Kursgewinnen aus den Monaten zuvor ist derzeit eine Korrektur angesagt.

Sie müssen allerdings unterscheiden. Während beispielsweise ein zuvor hoffnungslos überbewerteter Wasserstoff-Wert wie Plug Power inzwischen zwei Drittel an Wert eingebüßt hat, halten sich die Kursabschläge bei solideren Investments aus dem Wasserstoff-Bereich noch im Rahmen.

Zudem eröffnen die Kursrückgänge bei einigen Werten spannende Einstiegsgelegenheiten. Eine solche Gelegenheit findet sich meines Erachtens aktuell bei dem deutschen Autozulieferer ElringKlinger, der auch kräftig in den Bereichen Wasserstoff bzw. der Brennstoffzellen-Technologie und bei der E-Mobilität mitmischt.

Spannender neuer Großauftrag

Die ElringKlinger-Aktie hatte im vergangenen Jahr einen rasanten Anstieg hingelegt. Ursächlich dafür war unter anderem ein Joint-Venture mit dem Flugzeugbauer Airbus. ElringKlinger will Airbus dabei helfen, Flugzeuge mit Wasserstoff zu betreiben. Diesen steilen Anstieg korrigiert die Aktie nun seit einigen Wochen.

Dabei ist die Nachrichtenlage weiterhin gut. ElringKlinger hat zum Beispiel erst kürzlich einen neuen Serienauftrag über Zellkontaktiersysteme durch einen globalen Batteriehersteller für die Serienplattform eines deutschen Premiumherstellers gemeldet.

Das Gesamtvolumen des Auftrags liegt im mittleren dreistelligen Mio.-Euro-Bereich. Produktionsstart ist im 1. Halbjahr 2022. Der Serienauftrag läuft über mehrere Jahre. ElringKlinger-Chef Stefan Wolf kommentiert das wie folgt: „Dieser Auftrag ist ein weiterer wichtiger Schritt für ElringKlinger im Zuge der Transformation.”

Gutes Auftaktquartal

Auch das Auftaktquartal im laufenden Geschäftsjahr lief gut. Nach vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres einen Umsatz von 424 Mio. Euro (Vorjahr: 396 Mio. Euro) und ein operatives Ergebnis (EBIT) von 48,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro) erzielt.

Das bedeutet eine starke operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 11,4% nach zuvor gerade einmal 4,0%. Neben einem anhaltend guten Ersatzteilgeschäft war dafür nach Unternehmensangaben das allgemein hohe Umsatzniveau verantwortlich.

Aufgrund des starken Jahresauftakts passt das ElringKlinger-Management seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr an. Während weiterhin von einer organischen Umsatzentwicklung in etwa auf Marktniveau ausgegangen wird, wird nunmehr eine operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) von rund 5 bis 6% (zuvor: rund 4 bis 5%) erwartet.

Die ElringKlinger-Aktie notierte im September des vergangenen Jahres noch bei unter 6 Euro, zog dann bis Januar dieses Jahres auf über 15 Euro an. Seither korrigiert sie – wie bereits geschrieben – etwas. Auf dem aktuellen Niveau ist die Aktie aufgrund der zuletzt guten Geschäftsentwicklung und der guten Perspektiven aber wieder interessant.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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