GFT-Aktie: Aktie des IT-Dienstleisters nach Zahlen mit Rücksetzer

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Der IT-Spezialist GFT Technologies stellt einen Ergebnissprung für 2021 in Aussicht - die Umsatzdiversifikation setzt sich weiter fort. (Foto: solarseven / Shutterstock.com)

Die Aktien des IT-Dienstleisters GFT sind wirklich nichts für schwache Nerven. Einem jahrelangen Höhenflug (2008 bis 2015 von 1,06 Euro bis auf über 32 Euro) folgte ein massiver Einbruch: In der Corona-Krise rauschten die Papiere im ersten Quartal 2020 bis auf 5,88 Euro in den Keller bevor eine imposante Gegenbewegung die Aktie zuletzt wieder bis auf über 16 Euro nach oben trieb.

In den letzten Tagen sackten die Papiere nach Vorlage der Geschäftszahlen aber vorübergehend deutlicher ab. Dabei waren die gerade präsentierten Zahlen keinesfalls schlecht. Ganz im Gegenteil: Die Neuaufstellung des Konzerns scheint zu langsam zu greifen. Die Erwartungen der Analysten konnten sogar übertroffen werden.

IT-Lösungen für die Banken-Branche

GFT ist ein IT-Services-Unternehmen mit dem Fokus auf die Entwicklung und Wartung kundenspezifischer Core Banking Software-Lösungen. Core Banking-Lösungen umfassen: die Aktiv-/Passiv-Steuerung, das Risiko-Management, Compliance-Software, Internet- und Mobile Banking, das Kunden-Management sowie Lösungen für das sogenannte Multi-Channel-Marketing.

Hohe Kundenbindung gepaart mit hohen wiederkehrenden Umsätzen

Jahrelang erfreute sich die GFT-Aktie enormer Beliebtheit. Das hatte auch seinen guten Grund: Denn aufgrund des langjährigen Track Records gilt GFT als verlässlicher IT-Partner im Finanzdienstleistungs-Sektor. Durch den Fokus auf Core Banking-Applikationen erreicht GFT eine hohe Kundenbindung. Quasi-wiederkehrende Umsätze tragen ca. 2/3 zu den Gesamt-Umsätzen bei. Zugleich stellt die Kenntnis der Software-Schnittstellen des Kunden eine hohe Markteintritts-Barriere für mögliche Wettbewerber dar.

Abhängigkeit von Großkunden reduziert

In den letzten Jahren versuchte GFT die Abhängigkeit von seinen beiden Großkunden (Deutsche Bank und Barclays) zu reduzieren – mit Erfolg. Lag der Umsatzanteil der beiden wichtigsten Kunden in 2015 noch bei 57%, waren es in 2020 „nur“ noch 21%. Allein im letzten Geschäftsjahr sank der Umsatzbeitrag um 7 Prozentpunkte. Das lag zum einen an den sinkenden Umsätzen mit den Kunden

(-22% in 2020), aber eben auch am Wachstum mit den übrigen Kunden, das um 14% umsatzseitig zulegen konnte.

Vor allem das Geschäft im Versicherungsbereich (+23%) und mit Industriekunden konnte weiter ausgebaut werden. Inzwischen trägt der Versicherungsbereich 14% zu den Gesamterlösen bei. Für Sie zum Vergleich: In 2018 lag der Beitrag erst bei 8%.

Starkes Schlussquartal sorgt für Prognoseerfüllung

Unter dem Strich erhöhten sich die Umsätze im zurückliegenden Geschäftsjahr leicht um 4% auf 445 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank zwar um 25 % auf 14,1 Millionen Euro, lag aber klar über der Prognose von 13 Millionen Euro.

Firmenboss stellt Ergebnissprung in Aussicht

Für das laufende Geschäftsjahr peilt GFT ein Umsatzplus um 8 % auf 480 Millionen Euro an. Exklusive der zwei Top-Kunden Barclays und Deutsche Bank soll der Umsatz um 15% ansteigen. Zeitgleich sollte der operative Gewinn um 70 % auf 24 Millionen Euro zulegen.

Unterdessen soll der Umsatzanteil im Versicherungsbereich weiter auf 18% gesteigert werden, was einem kräftigen Wachstum von 39% entspricht. Stark zulegen soll auch der Umsatz im Industriebereich (+20 bis 25%).  Damit ist GFT on track, seine geplante Umsatzdiversifikation zu erreichen.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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