GFT mit starken Zahlen und Prognoseanhebung

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Deutscher IT-Dienstleister GFT Technologies: Starke Zahlen, eine höhere Jahresprognose und drei Kurstreiber. (Foto: newroadboy / Shutterstock.com)

Der deutsche IT-Dienstleister GFT hat nach einem starken 1. Quartal die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Die GFT-Aktie, die sich in diesem Jahr zuvor bereits sehr erfreulich entwickelt hatte, legte daraufhin weiter zu.

GFT profitiert von der im Zuge der Corona-Krise beschleunigten Digitalisierung in der Wirtschaft. Ein paar Worte zum Unternehmen: GFT wurde 1987 gegründet, ist in 15 Ländern aktiv und beschäftigt knapp 6.000 Mitarbeiter. Die Kunden stammen aus der Finanzbranche (Banken und Versicherungen) und neu aus der Industrie.

Starkes 1. Quartal und höhere Jahresprognose

Schauen wir nun auf die aktuellen Zahlen: GFT ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2021 gestartet. Wie das Unternehmen heute ganz aktuell mitgeteilt hat, lagen der Geschäftsverlauf im 1. Quartal und der bisherige Auftragseingang deutlich über den Erwartungen. Grund ist die höhere Nachfrage nach Digitalisierungslösungen in allen wesentlichen Bereichen.

Daher hat GFT entschieden, die Prognose für das laufende Jahr anzuheben. Erwartet wird nun ein größerer Umsatzanstieg auf 520 Mio. Euro (bisher 480 Mio. Euro, Vorjahr: 444,85 Mio. Euro), sowie ein deutlicherer Anstieg des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf 56 Mio. Euro (bisher 50 Mio. Euro, Vorjahr: 42,52 Mio. Euro) und des Vorsteuergewinns auf 30 Mio. Euro (bisher 24 Mio. Euro, Vorjahr 14,11 Mio. Euro).

Umsatz des 1. Quartals lag nach vorläufigen Berechnungen bei 123,92 Mio. Euro (Vorjahr: 112,48 Mio. Euro). Das vorläufige bereinigte EBITDA lag bei 13,55 Mio. Euro (Vorjahr: 10,39 Mio. Euro) und das EBT bei 7,01 Mio. Euro nach zuvor 3,02 Mio. Euro.

GFT überzeugt mit drei Kurstreibern

Kurstreiber 1: GFT ist – wie schon geschrieben – ein Gewinner der Digitalisierungswelle. Die Pandemie zwingt die Unternehmen dazu, den Sprung in das digitale Zeitalter vorzuziehen. GFT konzentrierte sich früher nur auf Digitalisierungs-Lösungen für Banken und Versicherungen. Das Unternehmen löst sich aber von seiner Spezialisierung. Firmen aus den verschiedensten Branchen werden die Kundenbasis erweitern. Damit sind deutliche Umsatzsteigerungen vorprogrammiert.

Kurstreiber 2: Ein bemerkenswerter Schachzug des GFT-Großaktionärs Ulrich Dietz läutet eine neue Ära des Unternehmens ein. Ende 2020 gab Daimler eine ganze Entwicklungsabteilung ab. Ulrich Dietz sicherte GFT dieses „Zukunftslabor“. Während Daimler noch 10% der Anteile hält, ist GFT jetzt mit 10% und Dietz mit 80% an dem Unternehmen beteiligt.

Kurstreiber 3: GFT ist bei dem US-amerikanischen Start-up One Creation eingestiegen. Die neue GFT-Beteiligung macht die Durchsetzung, Verwaltung und Verwertung der Rechte an digitalen Daten sicher und einfach. GFT entwickelt die Plattform mit und erhält dafür  eine Beteiligung an One Creation, die bei einem erfolgreichen Börsengang drastisch an Wert gewinnen kann.

Aufgrund der starken Zahlen, der Prognoseanhebung und der drei genannten Kurstreiber ist die GFT-Aktie aus meiner Sicht auch nach der deutlich positiven Entwicklung der vergangenen Monate ein Kandidat für Ihre Beobachtungsliste. Rücksetzer im Rahmen einer Gesamtmarktschwäche dürften Ihnen hier gute Einstiegsgelegenheiten bieten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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