Smartsheet: Aktie des Softwarespezialist nach starken Zahlen im Höhenflug

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Die Aktie des Corona-Profiteuers Smartsheet ist nach starken Geschäftszahlen im Höhenflug. Immer mehr Kunden nutzen die Plattform. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Softwareaktien gehörten in der Corona-Pandemie zu den großen Gewinnern. Vor allem Firmen aus dem sogenannten Software-as-a-Service (SaaS)-Sektor erfreuten sich auf Grund der Skalierbarkeit der Geschäftsmodelle und des hohen Margenpotenzials besonderer Beliebtheit.

Eine dieser Aktien, die zuletzt Dank guter Geschäftszahlen deutlich zulegen konnte, ist Smartsheet. Nach einer guten operativen Entwicklung und Heraufstufung durch Analysten kletterten die Papiere auf knapp 72 Dollar und markierten damit das höchste Niveau seit dem Börsengang im April 2018.

Smartsheet im Portrait

Gegründet wurde das in Bellevue (Washington) ansässige Unternehmen im Jahr 2006 und verfügt mittlerweile über 83.000 Kunden. Inzwischen nutzen 75% der Fortune 500 Unternehmen Lösungen von Smartsheet.

Smartsheet bietet eine Cloud-basierte Plattform zur Koordination und Ausführung von Projektarbeiten. Als Software-as-a-Service Provider entwickelt Smartsheet Lösungen für die Zuweisung von Aufgaben, der Verfolgung von Projektfortschritten oder die Verwaltung von Kalendereinträgen. Auch können Dokumente leicht geteilt und freigegeben werden. Man kann sich Smartsheet als Alternative zu Microsofts Excel mit deutlich verbesserten Funktionen zur Zusammenarbeit in Projekten vorstellen. Das Ziel solcher Workflow Management Software ist es, Arbeitsprozesse effizienter und übersichtlicher zu gestalten.

Dabei verdient Smartsheet sein Geld über ein Abo-Modell, bei dem auf monatlicher Basis ein fester Betrag – bei einer in der Regel jährlichen Zahlung – als Umsatz generiert wird. Rund 90 % der Umsätze werden durch solche Subskriptionen erzielt, womit das Geschäft eine gute Planbarkeit erreicht.

Experten prognostizieren hohes Marktpotenzial

Geht es nach den Analysten, dann stehen dem Markt für kollaborative Applikationen und Projektmanagementsoftware rosige Zeiten bevor. Die Marktforscher von Forrester und IDC taxieren das Marktvolumen bis zum Jahr 2021 auf 31,5 Milliarden Dollar. Innerhalb dieses gigantischen Marktes dürfte Smartsheet mit seinem derzeitigen Angebot allerdings nur eine kleine Nische bedienen.

38% Umsatzplus im dritten Quartal und hohe Net Retention Rate

Mit seiner Positionierung zeigte Smartsheet zuletzt beachtliche Wachstumsraten. Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz um 38% auf 98,9 Millionen Dollar. Die sogenannte Net Retention Rate (NRR) lag bei 125%. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Kennziffern in der Analyse von Subskriptions-Geschäftsmodellen. Zum Hintergrund: Die NRR besagt, wie sich der Umsatz mit Bestandskunden im Zeitablauf verändert und wird berechnet als Umsatz der Vorperiode minus “Churn Rate” (Umsatz, der durch Kundenverluste oder geringere Preise fehlt) zuzüglich der “Expansion Rate” (zusätzlicher Umsatz mit diesen Kunden durch Nutzungssteigerung, Upsell, Preiserhöhungen).

NRR-Werte über 100% bedeuten ein Wachstum des Umsatzes mit der Bestandskundschaft und sind gleichzeitig ein Hinweis auf hohe Kundenzufriedenheit.

Kundenakquise läuft auf Hochtouren

Die Kunden buchen offenbar immer größere Abo-Pakete bei Smartsheet. So kletterte im abgelaufenen Dreimonatszeitraum die Anzahl der Kunden mit einem Vertragsvolumen von mehr als 100.000 Dollar um 81% auf 504. Bei Kunden mit einem Auftragsvolumen von über 50.000 Dollar konnte der Konzern ein Plus von 73% auf inzwischen 1.331 Kunden verzeichnen.

Smartsheet weiter in der Verlustzone

Unter dem Strich stand ein operativer Verlust von 15 Millionen Dollar in den Büchern, leicht weniger als im Vorjahresquartal. Je Aktie lag der Nettoverlust bei 12 Cent und damit 9 Cent besser als von Analysten im Vorfeld der Zahlen erwartet wurde. Für das Gesamtjahr bleibt Smartsheet weiter auf Wachstumskurs: Firmenboss Mark Mader rechnet mit einem Umsatz von bis zu 379 Millionen Dollar, was einem Zuwachs von 40% entspricht.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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