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SNP plant spannenden Zukauf

Inhaltsverzeichnis

In den vergangenen Tagen und Wochen tat sich einiges in Deutschland in Sachen Übernahmen. Ende Mai folgte der große Paukenschlag: der DAX-Konzern Vonovia will den ebenfalls im DAX notierten Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen.

Gestern folgten dann die Meldungen, dass sich Knorr Bremse in frühen Verhandlungen über eine Übernahme des Autozulieferers Hella befindet und dass der deutsche Nutzfahrzeugausrüster STS von Adler Pelzer übernommen werden soll.

Daneben meldete der deutsche IT- und Software-Spezialist SNP vor einigen Tagen, dass man sich in Gesprächen zur Übernahme des Software-Spezialisten Datavard befindet. Bevor ich gleich näher auf den geplanten Zukauf von SNP eingehe, stelle ich Ihnen zunächst kurz das Unternehmen und sein Geschäftsmodell vor.

Das Geschäftsmodell von SNP im Überblick

SNP wurde 1994 von dem im vergangenen Jahr unerwartet verstorbenen Dr. Andreas Schneider-Neureither gegründet und ist seit 2000 an der Börse. Das Unternehmen unterstützt Organisationen dabei, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und neue Technologien zu nutzen.

Software und Services von SNP vereinfachen es, betriebswirtschaftliche oder technische Änderungen in den Geschäftsanwendungen umzusetzen. SNP-Kunden sind globale Unternehmen aus allen Branchen, darunter viele der größten Unternehmen der Welt.

SNP agiert weltweit und hat für seine namhaften Kunden bereits über 10.000 internationale Projekte realisiert. Digitale Transformation und die Fähigkeit, schnell auf Veränderungen im Geschäftsumfeld zu reagieren, zählen heute branchenübergreifend zu den zentralen Erfolgsfaktoren im Wettbewerb. SNP unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Landschaften zu konsolidieren und schnell und wirtschaftlich an neue Rahmenbedingungen anzupassen.

Geplante Übernahme von Datavard

Blicken wir auf die geplante Übernahme: SNP hat kürzlich bestätigt, sich in fortgeschrittenen Gesprächen über die Übernahme von 100% der Aktien der Datavard AG zu befinden. Ausgang und Zeitplan der Gespräche stehen noch nicht fest.

Die Transaktion steht insbesondere unter dem Vorbehalt einer abschließenden Prüfung und bedarf darüber hinaus der Zustimmung des Verwaltungsrats. Es ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen, ob die laufenden Gespräche zu einem Abschluss führen werden und ob ein verbindliches Angebot seitens der SNP SE an die Datavard AG unterbreitet werden wird.

Zu den Kunden von Datavard zählen namhafte internationale Konzerne wie Accenture, Google, Shell, Skoda, Heidelberg Cement, Kion oder Dürr. Das Unternehmen hilft bei der SAP-Migration und übernimmt für seine Kunden komplexe Datentransformationen.

Zudem hilft Datavard seinen Kunden dabei, die SAP-Speicherkosten niedrig und die Performance hoch zu halten. Damit passt das Unternehmen perfekt zu SNP. Auch ohne diesen potenziellen (und aus meiner Sicht attraktiven Zukauf) plant das SNP-Management für das laufende Jahr einen Umsatz zwischen 160 und 180 Mio. Euro.

Dazu sollen sowohl die Software- als auch die Service-Erlöse deutlich steigen. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen eine operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) zwischen 5 und 8%. Werden die Planzahlen erreicht, dürften die alten Höchststände oberhalb von 70 Euro wieder erreicht werden.