Wie geht es für diese Pandemie-Aktie weiter?

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Jede Krise ist irgendwann einmal vorbei. Wir haben für Sie analysiert, wie es bei Drägerwerk weiter gehen könnte. (Foto: tom - Adobe Stock)

Die Pandemie wird viele Bereiche des alltäglichen Lebens für immer verändern. Beispielsweise werden die Ausgaben für das Gesundheitswesen auch nach der Krise hoch bleiben. Es gilt, eine solche Katastrophe in Zukunft zu verhindern und rechtzeitig einzudämmen. Eine wichtige Rolle dabei spielen auch Produkte von Drägerwerk.

Die Drägerwerk KGaA entwickelt, produziert und vertreibt seit 1889 Geräte und Systeme in den Bereichen Medizin- und Sicherheitstechnik. Stammsitz des Unternehmens ist Lübeck. Neben Fertigungsstätten in Deutschland sowie in Australien, China, Großbritannien, Indien, den Niederlanden, Schweden und den USA ist Dräger mit Service- und Vertriebsstützpunkten in 190 Ländern präsent.

2020 hat für Drägerwerk alles verändert

2020 sind Auftragseingang und Umsatz deutlich angestiegen. Insbesondere Produkte, die bei der Behandlung von Covid-19 zum Einsatz kommen, waren sehr stark gefragt. Währungsbereinigt legte der Auftragseingang um 38,9% zu. Bei Beatmungsgeräten lag er bei einem Mehrfachen des Vorjahreswertes. Im Bereich Patienten-Monitoring und -Datenmanagement sowie beim Zubehörgeschäft erhöhte sich der Auftragseingang ebenfalls stark.

Deutliche Zuwächse verzeichneten auch das Servicegeschäft sowie die Anästhesiegeräte. Der Umsatz erhöhte sich um 22,5%. Während die Auslieferungen in Europa stark zunahmen, fiel der Anstieg in den Regionen Amerika sowie Afrika, Asien und Australien etwas geringer aus. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 66,6 auf 396,6 Mio €. Es profitierte vom signifikanten Umsatzanstieg und einer hohen Produktionsauslastung. Währungseffekte haben das EBIT allerdings belastet.

Die EBIT-Marge verbesserte sich erheblich von 2,4 auf 11,6% und lag leicht über der angehobenen Prognose. Um die gestiegene Nachfrage zu bedienen, hat Drägerwerk die Produktion ausgeweitet, insbesondere im Bereich der Beatmungsgeräte und der FFP-Masken.

Warum die Aktie ein Krisengewinner bleibt

Das Investitionsvolumen fiel daher deutlich höher aus als ursprünglich geplant. Vor dem Hintergrund abnehmender Sondereinflüsse durch die Corona- Pandemie, wird sich die starke Geschäftsentwicklung 2021 nicht wiederholen. Drägerwerk rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen 5 und 9%. Trotzdem dürfte die Pandemie das Geschäft von Drägerwerk verändert haben.

Die Bereitschaft, bei Erkältungen Masken zu tragen, dürfte heute in aller Regel höher sein, als vor zwei Jahren. Drägerwerk ist ein spannendes Unternehmen. Der Bereich der Medizintechnik wird auch nach der Pandemie ein Zukunftsfeld bleiben. Sobald die neue Normalität in die Aktie eingepreist wird und es womöglich auch einmal zu Rückschlägen kommt, können Sie als Anleger zugreifen. Drägerwerk ist und bleibt ein Krisengewinner.

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Drägerwerk: Corona-Schub scheint nicht nachhaltigDer Medizintechniker verdiente dank der Pandemie glänzend. Die Begeisterung der Anleger ist jedoch inzwischen verfolgen.  › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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