Branchenbericht Telekommunikation: LTE – Das Netz der Zukunft

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Der Siegeszug von LTE ist nicht mehr zu stoppen, unaufhaltsam schreitet die neue Mobilfunktechnologie voran. Die Unternehmen müssen derzeit viel investieren. (Foto: Cineberg / Shutterstock.com)

Das moderne Datenübertragungsnetz LTE ist auf dem Vormarsch. Genutzt wird es von den neuesten Smartphones und Tablets.

Diese können derzeit jedoch nur mit bestimmten Bandbreiten arbeiten – die Schlacht um die Frequenzen ist eröffnet. Allein im letzten Quartal akquirierte Verizon 2,1 Mio Neukunden. Dabei spielt der boomende Markt für mobiles Internet eine elementare Rolle.

AT&T schaffte es nicht, mit der enormen Nachfrage Schritt zu halten und meldete erste Distributionsprobleme. Daher kaufte der Konzern zuletzt für 1,9 Mrd $ neue Frequenzbandbreiten von Verizon.

Diese bedienen 18 US-Bundesstaaten mit rund 42 Mio Kunden. Verizon und AT&T gelten als Platzhirsche im modernen Mobilfunkmarkt der USA. Aber auch auf anderen Kontinenten tut sich was.

China Mobile tritt in neue Verhandlungen mit Apple. Bisher beherrschte kein mobiles Apple-Gerät die landesspezifische 3G-Technologie.

Doch China Mobile will nicht noch einmal den gleichen Fehler begehen und investiert Milliarden, um das neue LTE-Netz kompatibel zu machen.

2015 soll T-Mobile USA kein Sorgenkind mehr sein

Die Deutsche Telekom will mit ihrer Tochter T-Mobile USA zum drittgrößten Mobilfunkanbieter des Landes aufsteigen und damit den Konkurrenten Sprint überholen.

Das sagte der neue T-Mobile-Chef. Nach dem gescheiterten Verkauf an AT&T hat die Deutsche Telekom John Legere zum Vorstandsvorsitzenden von T-Mobile USA gemacht.

Auf den Manager wartet eine Herkules-Aufgabe: Die Vertragskunden laufen weg und die Umsätze schrumpfen.

Dennoch sollen jetzt die viel größeren Konkurrenten angegriffen werden. Bei T-Mobile USA hat sich einiges getan. Das Unternehmen hat zusätzliche Funkspektren bekommen und bietet inzwischen in vielen Ballungszentren das schnellste Netz.

Durch den Zusammenschluss mit MetroPCS würden sich die Nutzerzahlen denen von Sprint annähern, und der Vertrag mit Apple für den iPhone- Vertrieb ist mit einer geringeren Abnahmeverpflichtung als bei Sprint zustande gekommen.

Was sagt ein altes Sprichwort: Neue Besen kehren gut. In drei Jahren werden wir wissen, ob T-Mobile USA kein Problemkind mehr der Deutsche Telekom ist.

KPN mit größtem Kurssturz der Unternehmensgeschichte

KPN muss wegen schrumpfender Geschäfte und hoher Investitionen in sein Netz Milliarden an frischem Geld hereinholen. Geplant ist eine Kapitalerhöhung im Volumen von 4 Mrd €.

Die Emission muss noch von den Anteilseignern – unter anderem von Großaktionär Carlos Slim, der in Österreich neben der ÖIAG bestimmender Aktionär bei der Telekom Austria ist – abgesegnet werden.

Diese Nachricht schockierte die Investoren, und sie straften den Konzern ab. Die Aktie brach in der Spitze um 25% auf den tiefsten Stand seit elfeinhalb Jahren ein – der größte Kurssturz der Unternehmensgeschichte. KPN hat bereits eine Reihe von Geschäftsteilen verkauft, um seine Schulden zu reduzieren.

Auch die Dividende wurde bereits gekürzt, um hohe Investitionen in neue Funklizenzen zu finanzieren. Da das allein nicht reichte, zapft KPN jetzt noch die Kapitalmärkte an.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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