Deflationsgefahr wird immer größer: Jetzt warnt auch die Weltbank

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Die Gefahr einer Deflation wird immer größer. In einer aktuellen Konjunkturprognose warnt auch die Weltbank vor einer möglichen Deflation in der Euro-Zone. (Foto: macgyverhh/Shutterstock)

Was ich schon längere Zeit sage, wird jetzt immer stärker deutlich: Nicht Inflation ist die Gefahr – nein, die viel schlimmere Deflation gefährdet auch Ihr Vermögen. Und die Warnungen vor den Gefahren der Deflation nehmen immer mehr zu.

Jetzt gehört auch die Weltbank zu der Riege der prominenten Adressen, die die Wahrscheinlichkeit einer Deflation in der Euro-Zone hoch einschätzen. Die Experten sehen ein Sinken der Preise auf breiter Front als eine der größten Gefahren für die Weltwirtschaft.

Und aktuell ist zwar die Euro-Zone flächendeckend noch von einer Deflation entfernt. In einzelnen Ländern hingegen befinden sich die Preise schon seit längerer Zeit auf dem Rückzug. Das drastischste Beispiel dafür ist sicherlich Griechenland: Auch im Mai setzt sich dort die Deflation weiter fort. Im Vergleich zum Vorjahr sanken in dem Krisenland die Preise um durchschnittlich 2%.

Und das ist schon keine leichte deflationäre Tendenz mehr – das ist schon eine ausgewachsene Deflation. Und vor allem müssen die Griechen nun schon seit 15 Monaten mit sinkenden Preisen klarkommen.

Sinkende Preise sind nicht gut – Sinkende Preise leiten Abwärtsspirale ein

Dabei machen eben viele Beobachter einen weit verbreiteten Fehler: Sinkende Preise hören sich ja gut an. Das heißt ja: Es wird alles billiger. Doch hier muss ich eine klare Warnung aussprechen. Denn die Aussicht auf weiter sinkende Preise bremst die wirtschaftliche Aktivität. Die Verbraucher halten sich mit Neuanschaffungen zurück. Die Unternehmen zögern bei neuen Investitionen.

Das Ergebnis ist eine deflationäre Abwärtsspirale und die ist besonders gefährlich, denn hier hat auch die Europäische Zentralbank nur wenige Möglichkeiten einzugreifen. Aber so lange in Griechenland die Löhne weiter sinken und die Arbeitslosigkeit hoch bleiben – so lange werden eben auch die Unternehmen sich bei den Investitionen zurückhalten.

In Griechenland geht zudem auch noch der Export immer weiter zurück. So sanken die griechischen Exporte in den ersten vier Monaten 2014 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 8%. Auch hier befindet sich die griechische Wirtschaft in einer Abwärtsspirale.

Sie sehen an diesen Beispiel ganz klar: Auch in der Euro-Zone ist die Gefahr eines erneuten Aufflammens der Krise noch nicht gebannt. Auch wenn von offizieller Seite gerne ein anderer Eindruck vermittelt wird.

Ich kann Ihnen daher nur raten, wachsam zu bleiben und vor allem den allzu optimistischen Meldungen von einem Aufschwung in der Euro-Zone keinen Glauben zu schenken. Unter der Oberfläche brodelt es schon längere Zeit und schon bald werden die Probleme dann auch zutage treten – mit massiven Folgen auch für Ihr Vermögen, wenn Sie nicht wirklich vorbereitet sind.

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Günter Hannich
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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