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Hypoport-Aktie: Hier droht ein Immo-Schock

Hypoport-Aktie: Hier droht ein Immo-Schock
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Inhaltsverzeichnis

Noch vor einem Jahr hing der Himmel für Unternehmen wie Hypoport voller Geigen. Viele Menschen konnten sich Immobilien leisten – auch wenn die mitunter in schwindelerregende Höhen gestiegen waren. Auch viele potenzielle Vermieter grasten den Markt nach neuen Objekten ab. Heute sieht es anders aus. Wie es um die Aktie von Hypoport, dem Spezialisten für Immobilien-Finanzierungen steht? Wir erklären es Ihnen in unserer Analyse! Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen.

Das ist Hypoport

Die Hypoport-Gruppe ist ein Netzwerk von Technologieunternehmen für die Kredit-, Immobilien- und Versicherungswirtschaft. Sie gruppiert sich in die vier Segmente Kreditplattform, Privatkunden, Immobilienplattform und Versicherungsplattform und arbeitet dabei eng mit den Verbänden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken zusammen. Das Privatkundengeschäft wird unter der Marke Dr. Klein und im Internetportal vergleich.de gebündelt. Licht und Schatten gibt es bei Hypoport zu beobachten.

Viel Licht liefert der Blick auf die Halbjahreszahlen. Der Umsatz wurde um 23% auf 262 Mio € gesteigert. Der Gewinn stieg um 37,5% auf 22,8 Mio €. Beim Blick in die Zukunft wird es hingegen düster. Die Zinsen sind seit Veröffentlichung des Halbjahresergebnisses deutlich gestiegen und verhagelten das Neugeschäft. Die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen ist zusammengebrochen. Im September wurde deshalb sogar eine Gewinnwarnung herausgegeben, die angesichts des positiven Ausblicks bei Vorlage der Halbjahreszahlen nur wenige Wochen vorher in ihrer Deutlichkeit überraschte.

So sehen wir die Aktie!

Die Aktie ging daraufhin auf Tauchstation und verlor an einem Tag rund 46% an Wert. Seit dem Höchststand im September 2021 hat Hypoport bereits mehr als 80% an Wert verloren. Die Bewertung ist aber immer noch nicht günstig, wenn das Wachstum einbricht. Im 3. Quartal rechnet das Unternehmen sogar mit einem kleinen Verlust. Die Kosten müssen jetzt schnell gesenkt werden, da auf absehbare Zeit nicht wieder mit hohen Wachstumsraten gerechnet werden kann.

Die hohe Inflation und die Sorge vor einer Rezession sowie die deutlich gestiegenen Zinskosten haben die Nachfrage nach Immobilien einbrechen lassen. Hypoport steht ein Sparprogramm bevor, das das Unternehmen in dieser Form noch nicht kennt. Bisher gehörte schnelles Wachstum zur Unternehmens-DNA. Hypoport muss sich neu erfinden, wenn an die Wachstumsraten der Vergangenheit angeknüpft werden soll. Eine Dividende gibt es hier nicht. Zum Glück! Hypoport braucht alle Ressourcen. Warten Sie hier noch ab.