EM-Spezial: Adidas für Sie im Fokus

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Die EM ist in vollem Gange. Einige Unternehmen könnten von dem ersten sportlichen Großereignis seit mehr als einem Jahr profitieren - zum Beispiel Adidas? (Foto: Lutsenko Oleksandr)

Nachdem ich Ihnen gestern an dieser Stelle den Sportartikel-Konzern Puma vorgestellt habe, folgt heute der große deutsche Konkurrent Adidas. Dabei handelt es sich auch um den Ausrüster der deutschen Mannschaft. Den Ausrüster der Franzosen, Nike, stelle ich Ihnen übrigens in der kommenden Woche hier im Schlussgong ausführlich vor.

Das Unternehmen Adidas im Portrait

Die Anfänge des heutigen Sportartikelriesen Adidas reichen weit zurück. Zu Beginn der 1920er Jahre fertigten die Gebrüder Dassler in der alten Waschküche ihrer Mutter Turnschuhe, die optimal an den Fuß der jeweiligen Sportler angepasst waren.

Allerdings kam es zwischen den Brüdern immer wieder zu Differenzen. Rudolf, der versierte Geschäftsmann, war der Extrovertiertere der beiden; Schuhmachermeister Adolf dagegen war eher introvertiert und handwerklich begabter.

Im Jahre 1928 kamen das erste Mal Adidas-Schuhe bei den Olympischen Spielen in Amsterdam, in der Leichtathletik, zum Einsatz. Mitte der 30er Jahre wurden mehrere verschiedene Sportschuhmodelle für unterschiedliche Sportarten hergestellt.

Nach dem Krieg zerstritten sich Adolf Dassler und sein Bruder Rudolf endgültig und gingen getrennte Wege. Rudolf Dassler gründete 1948 die Firma Puma, die lange Zeit einer der schärfsten Konkurrenten bei Sportschuhen war. Beide Herzogenauracher Firmen stellten die gesamte Bandbreite an Sportschuhen für eine Vielzahl von Sportarten her.

Die jüngsten Zahlen von Adidas

Kommen wir nun zurück in die Gegenwart: In den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres konnte Adidas den Umsatz um 20% auf 5,27 Mrd. Euro steigern. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 172% auf 978 Mio. Euro. Nach dem guten Jahresauftakt hat das Unternehmen die Prognose für das laufende Jahr angehoben. Es wird nun ein währungsbereinigter Umsatzanstieg im hohen Zehnprozentbereich erwartet.

Das Unternehmen geht weiter davon aus, dass die Bruttomarge für das Gesamtjahr auf einen Wert von rund 52,0% (2020: 50,0%) und die operative Marge auf einen Wert zwischen 9 und 10% (2020: 4,0%) steigen werden. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen soll einen Wert zwischen 1,25 und 1,45 Mrd. Euro erreichen (2020: 461 Mio. Euro).

Adidas-Aktie im Fokus

Der Kurs der Adidas-Aktie hatte sich bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie über einige Jahre sehr erfreulich entwickelt – brach dann aber im Zuge der Pandemie ein. In den vergangenen Monaten konnten sich aber sowohl das operative Geschäft als auch der Aktienkurs wieder deutlich erholen.

Wie gut Adidas im 1. Quartal dieses Jahres operativ unterwegs war, konnten Sie bereits lesen. Der Aktienkurs notierte vor Ausbruch der Corona-Pandemie bei über 300 Euro und aktuell bei knapp unter 300 Euro und damit nur noch einige wenige Prozentpunkte unter den Vor-Corona-Hochs.

Mein Fazit zu Adidas lautet genau wie mein gestriges Fazit zu Puma: Langfristig orientierte Anleger können auch auf dem aktuell hohen Kurs- und Bewertungsniveau bei der Adidas-Aktie zugreifen. Große Impulse durch das EM-Turnier sollten Sie allerdings nicht erwarten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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