Dieses Unternehmen hat viel vor

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Autozulieferer sind kein Selbstläufer. Wir erklären Ihnen, wie es um Continental steht und welchen Meilenstein das Unternehmen erreichen muss. (Foto: Nils Versemann / Shutterstock.com)

Wenn weltweit wieder mehr Autos verkauft werden und auch in China die Wirtschaft wieder brummt, profitieren auch Autozulieferer – das erscheint logisch. Doch Zulieferer der Autoindustrie sind unterschiedlich. Manche liefern austauschbare Massenware oder hängen zu stark am Verbrenner, andere bieten wichtige Produkte für die Zukunft. Wir werfen für Sie einen Blick auf Continental und erklären, was die Aktie zu bieten hat.

Continental ist weltweit unter den ersten 5 und belegt in Europa Platz 2 der Automobilzulieferer. Mit der Akquisition der Siemens VDO Automotive AG im Jahr 2007 entwickelt sich das Unternehmen zum integrierten Systemanbieter in der Automobil-Zulieferindustrie für Bremssysteme, Systeme und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technische Elastomerprodukte.

Solide Zahlen von Continental

Continental hat im 1. Quartal in einem anspruchsvollen Marktumfeld gute Ergebnisse erzielt. Im Vergleich zum von der Pandemie stark betroffenen Vorjahresquartal stachen das Reifengeschäft und die Sparte ContiTech hervor. Der Umsatz stieg um 3,5%, bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen um 8,6%. Das organische Wachstum der größten Sparte Automotive lag bei 3,4%. Dabei trug das starke Geschäft in China wesentlich zur positiven Entwicklung bei. Darüber hinaus stieg das Auftragsvolumen für voll vernetzte, zentrale Hochleistungsrechner auf 5 Mrd €.

Diese Rechner bilden die entscheidende Verbindungsstelle zwischen Fahrzeug und digitaler Welt. Sie werden beispielsweise bei Volkswagen sowohl im ID.3 und ID.4 als auch im ID.6 in China sowie in weiteren Modellen verbaut. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 65% auf 720 Mio € zu. Der freie Cashflow erreichte 637,6 Mio €, nach 10,4 Mio € im Vorjahr. Die Verbesserung lag insbesondere an dem niedrigen Niveau der Investitionen, die nur 2,8% vom Umsatz ausmachten. Trotz des herausfordernden Umfelds setzt Continental die Neuaufstellung konsequent um. Ein wichtiger Schritt hierfür ist der Spin-off inklusive Börsennotierung der Antriebssparte. Die Umsetzung ist für September geplant.

Dividende voraus?

2021 erwartet Continental eine Zunahme der Produktion von Pkws und leichten Nutzfahrzeugen zwischen 9 und 12%. Für die fortgeführten Aktivitäten – ohne Vitesco – wird mit einem Umsatz von 32,5 bis 34,5 Mrd € gerechnet. Continental befindet sich in einer Neuausrichtung und ist kein Unternehmen, das uneingeschränkt von der neuen Fantasie in der Autobranche profitiert. Erst wenn die Antriebsparte erfolgreich an die Börse gegangen ist und auch der Rest wieder stimmt, können Anleger bei der Aktie mehr erwarten – vielleicht sogar irgendwann mal wieder eine Dividende.

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Aufwärtstrend bei Conti vor der FortsetzungNach dem Krisenjahr 2020 ist Continental wieder im Aufwind. Die Aktie des Reifenherstellers steht vor einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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