Daimler gibt Gas in Sachen Wasserstoff

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Daimler und Volvo machen in Sachen Wasserstoff gemeinsame Sache. Sie wollen zusammen Brennstoffzellen bauen. (Foto: 360b / shutterstock.com)

In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen hier im Schlussgong von einer Partnerschaft zwischen dem im DAX notierten Autobauer, Bus- und LKW-Spezialisten Daimler und dem US-amerikanischen Motoren-Giganten Cummins berichtet.

Nun meldet Daimler ganz aktuell eine weitere spannende Wasserstoff-Kooperation. Bevor ich gleich auf die neue Wasserstoff-Meldung von Daimler eingehe, zunächst eine kleine Rückblende: Die LKW- und Bussparte von Daimler, die Daimler Truck AG, und Cummins haben vor einigen Tagen die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung bekannt gegeben. Inhalt ist eine globale strategische Partnerschaft für mittelschwere Motoren.

Zudem werden weitere Schritte der Zusammenarbeit ausgelotet, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Im Rahmen der geplanten strategischen Partnerschaft wird Cummins in die Weiterentwicklung der mittelschweren Motorenplattform sowie deren globale Produktion und Lieferung für Daimler Trucks & Buses investieren.

„Die Absichtserklärung zwischen der Daimler Truck AG und Cummins rüstet die Motorenproduktion am Standort Mannheim für die Zukunft und stärkt zugleich unsere Wettbewerbsfähigkeit“, so Daimler-Truck-Chef Martin Daum.

Daimler und Volvo bauen zusammen Brennstoffzellen

Nun zur aktuellen Wasserstoff-Meldung: Daimler gab gestern bekannt, dass man gemeinsam mit dem schwedischen Lkw-Hersteller Volvo eine Firma für die Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Lastwagen gegründet habe.

Das Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und Volvo soll Cellcentric heißen. Volvo hat dazu für rund 600 Mio. Euro 50% der Anteile an der Firma Daimler Truck Fuel Cell gekauft, in der der Stuttgarter Lkw-Bauer zuvor seine Brennstoffzellen-Aktivitäten zusammengeführt hatte.

Die beiden Partner Daimler und Volvo wollen zukünftig zusammen Brennstoffzellensysteme entwickeln, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in Serie gehen können. In allen anderen Bereichen bleiben die Unternehmen aber Konkurrenten.

Daimler mit guten Vorabzahlen und positivem Ausblick für 2021

Daimler hat das Geschäftsjahr 2020 in einem herausfordernden Marktumfeld mit einem sehr starken 4. Quartal abgeschlossen. Im Gesamtjahr 2020 lag der Free Cashflow (Mittelzufluss) im Industriegeschäft nach vorläufigen Zahlen bei 8,26 Mrd. Euro. Die Konsensschätzung lag bei nur 5,3 Mrd. Euro. Der operative Gewinn (EBIT) des Daimler-Konzerns lag bei 6,6 Mrd. Euro. Der Konsens lag bei 5,25 Mrd. Euro.

Angesichts der anhaltenden und erfolgreichen Kostendisziplin im 4. Quartal 2020 und einer erwarteten guten Marktnachfrage, rechnet der Daimler-Konzern auch für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2021 mit einer positiven Entwicklung.

Nach der jüngsten sehr positiven Entwicklung der Daimler-Aktie drängt sich hier aktuell ein Kauf aus meiner Sicht nicht mehr auf. Das könnte sich allerdings durch die angedachte Abspaltung der Bus- und Lkw-Sparte von Daimler ändern.

Die aus meiner Sicht derzeit spannenderen Aktien aus dem Automobilbereich und aus dem Bereich Wasserstoff finden Sie in meinen Börsendiensten.

Rolf Morrien

Chefredakteur “Morrien’s Schlussgong”

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Daimler setzt seit über 25 Jahren auf WasserstoffBei Daimler und BMW setzt man – anders als bei VW und Tesla – auch auf Wasserstoff. Bei Daimler sogar schon seit mehr als 25 Jahren.  › mehr lesen


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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