DAX gönnt sich neues Allzeithoch an wichtiger Fibonacci-Marke

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Wir schieben seit mehreren Wochen zur Seite. Wenn wir keinen starken Rücksetzer bis zum November erleben wollen, wäre seitwärts sogar ziemlich das Idealziel. (Foto: imagentle / shutterstock.com)

Es ist schon ein paar Tage her. Da hatte ich Ihnen eine Projektion für den DAX gezeigt mit Zieleinlauf bei etwa 16.650 Punkten. In den vergangenen Wochen hat sich der Index an die letzte Marke vor dem Ziel angenähert und sie jetzt abgehakt.

Genauer gesagt waren die 15.541 Punkte der Start zur letzten Etappe. Schauen wir uns im Chart an, wie sich der DAX jetzt weiterentwickeln kann.

DAX im Wochenchart

Hier sehen die eingezeichnete Fibonacci-Extension, wenn wir dem Trend folgen. Die Basis ist im Corona-Tief. Das Zwischenhoch bei der Herbst-Erholung und Punkte 3 das letzte Tief bei 11.450 Punkten.

Somit kommen wir offiziell auf 16.654 Punkte als Ziel. Die 78,6er Extension liegt bei 15.541 und die haben wir letzte Woche erreicht und heute noch einmal bestätigt. Typisch DAX hat er heute nach dem neuen Allzeithoch wieder zurückgesetzt. Das gehört sich einfach so. Glaubt der DAX.

Wie geht es weiter?

Ja, wir haben fast Sommer. Es ist Ende Mai und der DAX macht ein neues Allzeithoch. Sell in May wirkt weiterhin falsch in diesem Jahr. Es wäre jetzt auch durchaus vorstellbar, dass wir weiterhin seitwärts schieben in den nächsten Wochen. Zwar haben wir heute eine neue Bestmarke im DAX erlebt, doch so richtig berauschend sieht anders aus.

Wir schieben seit mehreren Wochen zur Seite und das kann noch ein wenig anhalten. Wenn wir keinen starken Rücksetzer bis zum November erleben wollen, wäre seitwärts sogar ziemlich das Idealziel. Dann könnte es Ende Herbst noch einmal richtig anziehen und die Kurse weiter nach oben treiben.

Doch vieles ist jetzt noch unklar. Was passiert mit den Aktien, wenn Covid nahezu kein Thema mehr ist und die Impfungen funktionieren? Natürlich ist Covid hier nicht der entscheidende Faktor, sondern die Notenbanken. Wenn die Pandemie offiziell abflacht, können auch die Notenbanken ihren Retttungsmodus ausschalten. Geldhahn wird zugedreht. Nein, so weit kommt es wohl nicht, ein bisschen wird schon noch fließen. Aber eben nicht mehr mit vollem Wasserdruck, sondern eher ein kleines Plätschern oder nur regelmäßige Tröpfchen.

Ein solches Szenario würde die Märkte ganz schön durcheinanderwirbeln. Vielleicht geht es ja sogar noch einen Schritt weiter und die Notenbanken entziehen dem Markt wieder Geld. Das bei gleichzeitiger Steigerung der Inflation und mehr Rendite am Kapitalmarkt – und schwupps stehen wir einige Tausend Punkte niedriger.

Aber ich glaube noch nicht, dass die Notenbanken so mutig sind. Wir sehen außerdem am Kryptomarkt, dass jede Menge Kapital vorhanden ist, dass sich schnell bewegen lässt von den großen Jungs. Insofern merken wir es dann schon rechtzeitig, wenn es den großen Knall gibt. Bislang ist die See eher ruhig und der DAX schaukelt langsam in Richtung großes Ziel.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

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