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DAX über 13.000 Punkte: Das sind die Gründe

Inhaltsverzeichnis

Vor eineinhalb Wochen schrieb ich Ihnen an dieser Stelle über die beiden zu dem Zeitpunkt größten Belastungsfaktoren an der Börse: die US-Wahl und Corona. Mein Fazit in dem Artikel vom 29. Oktober lautete:

„Kurzfristig dürfte es an den Börsen volatil bleiben. Die beiden größten Belastungsfaktoren werden aber verschwinden, wenn die US-Wahl erfolgreich absolviert wurde und ein erster Impfstoff genehmigt wurde. Daher gilt auch in dieser Börsenschwäche: Schlechte Börsentage sind gute Kauftage!“

Ich hoffe, Sie sind meiner Empfehlung gefolgt und haben die schlechten Börsentage zum Kauf oder zum Nachkauf bestehender Positionen genutzt, denn mit vielen Aktien konnten seither deutlich zweistellige Gewinne eingefahren werden. Auch der deutsche Leitindex DAX konnte seither um mehr als 1.500 Punkte zulegen.

Belastungsfaktoren fallen weg

Warum der dynamische Aufwärtstrend? Ganz einfach: Weil die beiden Belastungsfaktoren für die Börse zumindest entschärft wurden. Die US-Wahl ist gelaufen und der Trump-Herausforderer Joe Biden hat gewonnen. Biden steht für eine verlässlichere Politik.

Punkt 2: Heute hat das deutsche Biotech-Unternehmen Biontech positive Studiendaten in Sachen Corona-Impfstoff gemeldet. Der Impfstoff ist laut Biontech zu über 90% wirksam. Wenn die ersten zuverlässigen Impfstoffe zugelassen sind, dürfte das Thema Corona zumindest für die Börsen stark an Bedeutung verlieren.

Es ist schon verrückt, wie schlecht die Stimmung an den Börsen noch vor wenigen Tagen war und wie geradezu euphorisch die Stimmung jetzt ist. Daher mein Rat: Lassen Sie sich nicht von Emotionen leiten! Nicht nur Angst, auch Gier ist an der Börse ein schlechter Ratgeber.

Und apropos gute Stimmung: Die dürfte nach dem Wahlsieg von Joe Biden auch bei Unternehmen herrschen, die das Klima verbessern wollen. Denn Biden will grüne Technologien mit vielen Milliarden unterstützen.

Ein Unternehmen, das davon profitieren kann, habe ich Ihnen mit dem belgischen Recycling- und Materialtechnologiekonzern Umicore bereits am vergangenen Donnerstag vorgestellt. Der deutsche Biokraftstoff-Spezialist Verbio ist ein weiterer möglicher Profiteur.

Verbio als „Biden-Profiteur“

Der deutsche Biokraftstoff-Spezialist Verbio, der in den USA expandieren will und damit direkt von der Biden-Politik profitieren könnte, hat in der vergangenen Woche extrem starke Zahlen für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 vorgelegt.

Verbio steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 24,2% auf 261,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in den ersten 3 Monaten des aktuellen Geschäftsjahres bei 53,3 Mio. Euro und damit erneut sehr deutlich über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr (23,8 Mio. Euro).

Der operative Gewinn (EBIT) stieg von 17,6 auf 45,6 Mio. Euro und der Nettogewinn kletterte von 12,1 auf 31,7 Mio. Euro. Daraus resultiert ein Ergebnis je Aktie von 0,50 Euro nach 0,20 Euro im Vorjahr.

Wenn Verbio in den weiteren Quartalen des laufenden Geschäftsjahres diese Entwicklung fortsetzen kann, liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) trotz der zuletzt sehr starken Kursentwicklung der Verbio-Aktie bei unter 11. Daher dürfte die Verbio-Aktie nach der Rally der vergangenen Monate spätestens bei einem Rücksetzer wieder interessant werden.