Oh oh! Was macht denn die Börse heute nach dem Verfall?

DAX Anzeigetafel RED – Deutsche Börse AG

Dieser Chart schreit jetzt nach Schwäche und einer kommenden Korrektur. Nach einem großen Verfall ist so etwas auch völlig normal. (Foto: Deutsche Börse AG)

Der Hexensabatt lief heute relativ harmlos ab. Die große Party wurde ja bereits Mittwoch und Donnerstag gefeiert. Da ging es steil nach oben. Heute aber standen wir sogar knapp vor dem Allzeithoch beim DAX! Passend dazu haben wir Höchstzahlen bei der Corona-Statistik. Ein erneuter Beweis dafür, dass Börse und Wirtschaft zwei Paar Stiefel sind.

Doch was macht der DAX denn heute? Kurz vor dem Allzeithoch dreht er steil nach unten und schließt den Tag mit einer unglaublich schwachen Tageskerze! Das geht dem Dow Jones übrigens genauso! Wenn wir jetzt im DAX auf Distanz quasi ein Doppeltop basteln, könnte es in den nächsten Tagen und Wochen deutlich nach unten korrigieren!

Hanging Man im DAX lässt Euphorie verpuffen

Neues Allzeithoch noch dieses Jahr? Von wegen! Die Tageskerze ist ein Hanging Man und der besagt, dass die Kurse jetzt erst einmal fallen werden. Natürlich gibt es keine Garantie darauf, aber in den meisten Fällen, ist die Rallye jetzt erst einmal zu Ende.

Da sehen Sie das Trauerspiel. Ein Ausbruch über das Allzeithoch mit Schlusskursen darüber – das wäre eine Leistung gewesen. So ist der DAX nur blind nach oben gestürmt und vor dem Allzeithoch auf die Nase gefallen; hat seine Sachen gepackt und den Schwanz eingezogen. Die grüne Linie im Chart ist noch das Corona-Gap. Diese Kurslücke wurde Mittwoch geschlossen. Das war ein positives Signal. Wir notieren auch noch darüber. So ganz die Flinte ins Korn werfen, brauchen die Bullen also nicht. Dennoch: Dieser Chart schreit jetzt nach Schwäche und einer kommenden Korrektur. Nach einem großen Verfall ist so etwas – wie Mittwoch schon geschrieben – auch völlig normal.

Dow Jones zeigt sich ebenfalls korrekturanfällig

Natürlich kann es immer weiter nach oben explodieren. Die Märkte können eine ganze Weile irrational und überkauft sein. Doch wenn wir uns die folgenden zwei Charts anschauen, wirkt das eher so, als hätte der Dow Jones Abwärtspotential.

Hier sehen Sie zwei Trendlinien, die den Dow einkesseln. Die Tendenz nach unten auszubrechen, hat er schon einmal gezeigt. Aktuell konnte er sich auch heute noch retten. Doch wie lange noch?

Im nächsten Chart zeige ich Ihnen, welche Kurse auf der Unterseite theoretisch möglich wären, wenn jetzt eine Wolfe Wave aktiviert und vollendet wird.

Wir haben die wichtigen Auflagepunkte auf den Trendlinien und die Kurse kippen rechtzeitig vor dem Kreuzen der beiden Linien nach unten weg. Mit entsprechender Bärenpower kann der Abwärtstrend jetzt starten und die per Rechteck markierte Zone erreichen.

Der Dow Jones könnte demnach aus heutiger Sicht rund 1.400 Punkte fallen! Jetzt kommt es darauf an, was die privaten Anleger machen. Denn heute haben die meisten Großbänker zum letzten Mal in diesem Jahr Knöpfe gedrückt. Am 10. Januar kommen diese wieder. Bis dahin haben wir sozusagen sturmfrei und dünnes Volumen.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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