VISA kauft NFT für 150.000 US-Dollar |Update zum Trade mit Delivery Hero

Visa Kreditkarten RED – shutterstock_249027982 Valeri Potapova

NFTs wohin man schaut. Wenn man sich einen ganz winzigen Fleck im Internet anschaut, der sonst gar nichts mehr macht. Der Markt ist winzig und am Boomen. (Foto: Valeri Potapova / Shutterstock.com)

Boom! Das hat gestern eingeschlagen, wie eine Bombe. VISA, ja die mit den Kreditkarten, hat als erstes Blue Chip-Unternehmen einen CryptoPunk gekauft. CryptoPunks sind die ersten NFTs, die es vor rund 4 Jahren gab. First Mover, quasi.

Allerdings – und macht die Sache noch viel verrückter – wurden die CryptoPunks damals verschenkt! Sie sehen weder sonderlich künstlerisch aus, noch nach irgendeinem Wert für den Laien.

CryptoPunks im Wert von Millionen US-Dollar

Damit Sie wissen, wovon wir hier reden – so sehen diese Dinger aus. Sie werden per Zufallsgenerator erstellt, nachdem der Künstler zuvor ein paar optische Spielregeln festgelegt hat. Deshalb gibt es unterschiedliche Kopfbedeckungen und Farben, Brillen, etc.

Welche von diesen sechs CryptoPunks (insgesamt gibt es 10.000 Stück) gefällt Ihnen am besten? Wenn Sie sagen Nummer 2, der hat etwas von Sherlock Holmes, dann haben Sie einen guten Geschmack. Der wurde nämlich Mitte März für 4.200 Etherium verkauft. Das waren damals 7,6 Millionen US-Dollar. Aktuell wären es 13.5 Millionen US-Dollar.

Ja, schütteln Sie ruhig den Kopf. Das entspannt. Was bleibt uns auch anderes übrig? Hier gibt es einfach Spieler am Markt, die sagen: „Das ist mir das Bild wert!“. Warum auch nicht? Der Käufer hat vermutlich noch ein paar Millionen übrig. Ist bei Gemälden doch ähnlich und die kann man schlechter als Profilbild nutzen und damit angeben.

Klar, es ist natürlich völlig bizarr, wenn jemand für ein Internetbildchen mehrere Millionen US-Dollar ausgibt. Aber „Kunst“ ist nun einmal so. Außerdem tauschen sich die NFT’ler auf Twitter fleißig aus. Es einfach ein neues Hobby, das Klein bis Groß anzieht. Denn nicht jedes Bild kostet gleich unbezahlbar viel. Es gibt eine Menge NFTs, die es für 0.02 bis 0.08 Etherium zu „minten“ gibt.

Minting ist dabei so gesehen das „Prägen“ von neuen NFTs. Wenn also ein neues Projekt seine üblichen 7.777 oder 10.000 unterschiedlichen Bilder per Zufall generieren lässt und dann verkauft, wird gemintet. Wer da gleich dabei ist, hat natürlich Chance auf ganz seltene Eigenschaften bei den NFTs der Serie. Vielleicht prägt der Käufer ein Bild, das nachher in den Top 10 der seltensten dieser Reihe ist. Das kann schon richtig viel Profit bringen.

Direkt nach dem Minting werden üblicherweise auch viele der NFTs direkt wieder auf den Markt geworfen. Manchmal sogar unter Minting-Preis. Das geschieht meiner Meinung nach von Leuten, die schnell wieder Geld reinholen wollen, um noch mehr zu minten. In der Hoffnung auf etwas Seltenes. Oder von Teammitgliedern, die als Gegenleistung für ihre Arbeit ein paar Bilder bekommen haben.

Andere Händler sind beim Minting dabei und verkaufen direkt danach oder schon währenddessen für wenig mehr. Ein kleiner Profit. Relativ risikofrei, schließlich wollen Leute die NFTs im Idealfall auch haben. Aber selbst ein paar Tage nach dem Minting gibt es oft noch gute Deals auf dem Markt. Sogar für weniger als die Minting-Kosten, wenn der Hype dann erst einmal bisschen verflogen ist. Oder Zweifel am Projekt aufkommen. Einige verkaufen immer schnell aus Angst – wie an der Börse. Apropos verkaufen…

Delivery Hero mit optimalem Kursanstieg

Vor ein paar Tagen hatte ich Ihnen den Long-Einstieg bei Delivery Hero gezeigt. Inzwischen sind die Kurse schon nach oben geklettert. Sie sehen hier den 2-Stunden-Chart mit anders aussehenden Kerzen.

Ich habe hier die Kerzen auf „Heinkin Ashi“ umgeschaltet. Da erkennen Sie besser, wann ein Trend endet. Für den Ausstieg also durchaus praktisch. Wir verkaufen hier, sobald es im 2-Stunden-Chart eine rote Kerze gibt, die keinen Docht hat. Wenn die Kerzen also Docht oder Lunte haben, interessiert uns das nicht. Das sind dann nur „Unsicherheitskerzen“. Sobald es aber eine rote Kerze gibt, die nur eine Lunte, also einen Strich unten hat, verkaufen wir bei Kerzenschlusskurs.

Somit können wir die Welle noch weiter nach oben reiten. Mal schauen, wann der aktuelle Aufwärtstrend bei Delivery Hero endet. Momentan ist meine Position 39,18 Prozent im Plus.

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Diese Aktie hat Zukunft und ist krisenfestBezahlen? Das geht in vielen Ländern nur mit Karte. Auch die Deutschen kommen langsam auf den Trichter. › mehr lesen


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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