Buffett: kauft er jetzt Deutsche Bank? Gerüchte auch um Münchner Rück

Deutsche Bank Logo RED_shutterstock_431788549_Vyautas Kielaitis

Reichster Investor der Welt: Deutsche Finanzwerte scheinen solide - langfristig gut für Investoren (Foto: Vyautas Kielaitis/ shutterstock.com)

Warren Buffett ist Großaktionär der Münchner Rück. Dies haben wir Ihnen an dieser Stelle einige Male beschrieben.

Neu aber ist: der Investor interessiert sich angeblich auch für die Deutsche Bank. Die steht gewaltig unter Druck – ein Szenario, das Warren Buffett liebt. Bestätigt sich alles, können Sie sich freuen.

Keine Stellungnahme…

Kommentare dazu betonen, dass Berkshire Hathaway, die Gesellschaft von Warren Buffett, bis dato keine Stellungnahme abgibt. Nun: kein Wunder, meinen wir. Falls sich das Gerücht bestätigt, wird der Investor versuchen, die Aktie möglichst günstig einzukaufen. Dies aber kann nur gelingen, wenn er selbst die Kurse nicht durch solche Gerüchte nach oben treibt.

Deshalb ist dieser Kommentar überflüssig. Wir müssen das Gerücht nehmen wie es ist. Die entscheidende Frage: kann Warren Buffett mit einem Unternehmen wie der Deutschen Bank etwas anfangen?

Wir meinen: theoretisch ja. Der Einstieg kann nach den uns vorliegenden Daten günstig sein.

Das Geschäftsmodell ist übersichtlich. Diese zwei Kriterien sind für Warren Buffett bereits wichtigste Ausschlußkriterien.

Konkret soll er sich nach den Gerüchten für einen Anteil in Höhe von 10% interessieren. Auch das würde passen, denn: wesentlich geringere Investments passen nicht mehr zur Kapitalausstattung seienr Gesellschaft “Berkshire Hathaway”.

2 Milliarden Euro – kein Pappenstil

Dabei hat die Deutsche Bank derzeit eine Marktkapitalisierung in Höhe von etwa 21 Milliarden Euro. 10% davon wären immerhin 2,1 Milliarden Euro. Das sind wiederum fast 3 Milliarden Dollar Investment. Sollte Warren Buffett ernst machen, investiert er diese Summe nicht im Vorbeigehen.

3 Milliarden US-Dollar sind für Berkshire Hathaway ein erheblicher Anteil an den freien Mitteln.

Daher wäre die Deutsche Bank ein Langfristinvestment. Ähnlich übrigens dem Investment bei der Münchner Rück. Auch dort hält Berkhsire Hathaway etwa 10% der Aktien. Bis dato nicht sonderlich erfolgreich, aber: Warren Buffett sieht das Geschäftsmodell als erfolgreich an und investiert grundsätzlich langfristig.

Rückversicherer wie die Münchner Rück beherrschen ihren Markt und können beispielsweise Schadensfälle in einzelnen Geschäftsjahren durch höhere Prämien in folgenden Geschäftsjahren wieder auffangen. Achtung: Zudem bieten die Finanzinstitute oft hohe Dividenden, die sie aus laufenden Gewinnen finanzieren können. Daher:

  • Finanzwerte wie die Deutsche Bank oder die Münchner Rück passen in das Portfolio von Warren Buffet.
  • Damit aber passen diese Werte auch in Ihr Portfolio, wenn Sie langfristig hohe Dividenden sicherstellen wollen.
  • Kursverluste nutzt Buffett oft zum Nachkauf. Diese Strategie kann sich auch für Sie bewähren.

GeVestor meint: Langfristig ist dieses Gerücht glaubhaft. Unter den “kranken” Banken halten wir die Deutsche Bank für eine der solidesten Kapitalanlagen. Auch und gerade wenn die Kurse sinken.

Daher halten wir beide Gerüchte um Buffett – sowohl um die Deutsche Bank als auch um eine Aufstockung der Anteile an Münchner Rück – zumindest für glaubwürdig. Wir bleiben dabei: beide Daxwerte sind eine Empfehlung.

Deutsche Bank Logo RED_shutterstock_431788549_Vyautas Kielaitis

War das jetzt schon der „Melt-Up“ oder ist das der Anfang des neuen Booms?Wer jetzt noch 100 % Cashquote hat, dem kann ich nicht empfehlen, alles in den Aktienmarkt zu stecken. › mehr lesen


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter "GeVestor täglich". Herausgeber: GeVestor Verlag | VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz