Dr. Hönle mit guten Zahlen und Zusatz-Joker

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Der deutsche Spezialmaschinenbauer Dr. Hönle litt unter den Folgen der Corona-Pandemie, will nun aber mit seinen Luftentkeimungsgeräten durchstarten. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Das Corona-Virus ist noch immer nicht besiegt. Ich will Ihnen heute hier im Schlussgong ein kleines, relativ unbekanntes Unternehmen vorstellen, das dabei helfen will, die Kinder in den Schulen besser zu schützen.

Der deutsche Nebenwert Dr. Hönle hat kürzlich Vorabzahlen für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2020/2021 vorgelegt und mitgeteilt, dass die Förderung mobiler Luftentkeimungsgeräte starke Wachstumschancen für das Unternehmen bietet.

Bevor ich gleich näher auf die Zahlen und die weiteren Perspektiven eingehe, möchte ich Ihnen zunächst das Unternehmen Dr. Hönle und sein Geschäftsmodell vorstellen.

Dr. Hönle im Portrait

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle-Gruppe entwickelt mit ihren über 600 Mitarbeitern innovative Lösungen für unterschiedlichste industrielle Fertigungsprozesse. Ein Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Entwicklung und der Vertrieb industrieller Klebstoffe und Vergussmassen.

Ferner werden Geräte für die Farb- und Lacktrocknung, die Kleb- und Kunststoffhärtung sowie für die Oberflächenentkeimung und die Sonnenlichtsimulation hergestellt. Neu im Produktprogramm sind Luftentkeimungsgeräte, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingesetzt werden.

Darüber hinaus produziert die Unternehmensgruppe UV-Strahler unter anderem für die Wasserentkeimung und stellt Rohre und Halbfabrikate aus Quarzglas her, welche in unterschiedlichen Industriezweigen zum Einsatz kommen. Die Hönle-Gruppe beliefert weltweit Technologie- und Weltmarktführer und ist in über 20 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Partnerunternehmen vertreten.

Vorläufige 9-Monats-Zahlen im Fokus

Nach vorläufigen Zahlen stiegen die Umsätze der Hönle-Gruppe im 9-Monatszeitraum von 71,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 84,9 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte von 6,3 auf 7,3 Mio. Euro.

Die Geschäftsentwicklung der Hönle-Gruppe wurde im laufenden Geschäftsjahr durch Sondereffekte gebremst: Die Corona-Krise führte in einzelnen Bereichen wie unter anderem dem Druckmaschinenmarkt zu dämpfenden Effekten.

Die Umsätze lagen dort in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2020/2021 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus kam es zu Lieferengpässen auf der Beschaffungsseite, die zu Verschiebungen vom 3. in das 4. Quartal führten.

Luftentkeimungsgeräte als Zusatz-Joker

Die Corona­-Krise war für Hönle in der Vergangenheit ein Belastungsfaktor, aber zukünftig will der Spezialmaschinenbauer mit seinen UV-­Strahlern für die Luftentkeimung einen Umsatz­ und Gewinnschub erzielen.

Aus dem Hönle-­Ausblick: „Die Bayerische Staatsregierung hat die Förderung von mobilen Luftreinigungsgeräten für den Einsatz in kommunalen und privaten Bildungs- und Erziehungseinrichtungen beschlossen. Dabei werden explizit Geräte erwähnt, die die UVC-Technik zur Entkeimung der Raumluft einsetzen. Allein in Bayern ergibt sich daraus ein Bedarf von etwa 120.000 Geräten.“

Dr. Hönle setzt auf die wirtschaftliche Erholung in der Stammkundschaft und zusätzlich auf Extra­-Geschäfte mit Luftentkeimungsgeräten. Mehr zu diesem Unternehmen und der Aktie lesen Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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