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Friedrich Vorwerk mit erfolgreichem Börsendebüt

Friedrich Vorwerk mit erfolgreichem Börsendebüt
MaximP / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

In der vergangenen Woche wurde die Friedrich Vorwerk SE, eine Tochter der deutschen Beteiligungsgesellschaft MBB, erfolgreich an die Börse gebracht. Bevor ich gleich auf die Details zum IPO und auf die weiteren Perspektiven des Unternehmens eingehe, möchte ich Ihnen die Friedrich Vorwerk SE zunächst näher vorstellen.

„Wir sind die Treiber der europäischen Energiewende“, so das Unternehmen selbstbewusst. In den Kernmärkten Erdgas, Strom und Wasserstoff bietet Vorwerk seinen Kunden innovative und zuverlässige Lösungen für die Energieinfrastruktur.

Seit über 50 Jahren steht der Name Vorwerk für hohe technologische Kompetenz, starke Innovationskraft und partnerschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der komplexen Energienetze und des anspruchsvollen Anlagenbaus in Europa.

Die Grundlage für den Erfolg bildet nach Unternehmensangaben die Synthese aus modernster Technik sowie dem Wissen und der Erfahrung von mehr als 1.300 qualifizierten Mitarbeitern an 12 Standorten in Deutschland und Europa.

Details zum Börsengang

Der Ausgabekurs je Vorwerk-Aktie lag bei 45 Euro, was für Vorwerk einen Börsenwert von 900 Mio. Euro bedeutete. Der 66%ige MBB-Anteil (den das Unternehmen allerdings im Zuge des IPOs verringert hat) hatte folglich einen Wert von 594 Mio. Euro.

Die Erlöse aus der im Rahmen des Börsengangs durchgeführten Kapitalerhöhung will das Unternehmen in den ökologisch-orientierten Geschäftsausbau investieren. Die Einnahmen sollen daher insbesondere für die Entwicklung von Lösungen für die industrielle Produktion, den Transport und die Speicherung von Wasserstoff verwendet werden. Die Vorwerk-Aktie legte nach dem Börsengang zu 45 Euro je Aktie weiter zu.

Die jüngsten Zahlen von Vorwerk

Im vergangenen Jahr erreichte Vorwerk einen Umsatz von gut 291 Mio. Euro, einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 59 Mio. Euro und einen operativen Gewinn (EBIT) von 47 Mio. Euro.

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2020 erreichte einen Rekordwert von 307 Mio. Euro, wovon 7% bzw. 21 Mio. Euro auf das Wasserstoff-Segment entfielen. Darüber hinaus verfügt Friedrich Vorwerk über eine Vertriebspipeline mit großen potenziellen Auftragsvolumina aus den erdverlegten Stromautobahnen Suedlink, Suedostlink und Korridor A-Nord sowie einer Reihe von geplanten Wasserstoff-Elektrolyseur-Anlagen und -Pipelines.

Innerhalb der nächsten 4 bis 5 Jahre erwartet das Unternehmen einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro und innerhalb der kommenden 7 bis 10 Jahre bereits einen jährlichen Umsatz von über 1 Mrd. Euro. Das stärkste Wachstum erwartet das Unternehmen im Wasserstoff-Bereich, der langfristig die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen soll.